Ja, wo sind sie denn?

Die Junge Union Greifswald hat einen neuen Kreisvorstand gewählt. Bei der Sitzung eines der größten Kreisverbände in MV waren zu Gast das Bundesvorstandsmitglied Matthias, der Landesvorsitzende Marc, der Landesgeschäftsführer Wotan sowie die Kreisvorsitzenden Stefan aus Stralsund, Stefan aus Schwerin und Steffen aus OVP. Die Mitglieder des Greifswalder Vorstands heißen: Franz-Robert, Christian und Gerd-Martin, Beisitzer sind Sebastian, Franz, Tim, Thorben und Maximilian.

Hm. Verehrte Nachwuchspolitiker, kann es sein, dass bei dieser Zusammenstellung ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung schlicht fehlt? Sollte es bei der JU tatsächlich keine kompetenten Frauen geben? Gremien, die mit beiden Geschlechtern besetzt sind, arbeiten nachweislich effektiver und verfügen über eine bessere Kommunikation. Das wäre doch einen Versuch wert, oder? Kleiner Tipp: Die Quote hilft!

Ansonsten ändert sich nämlich nichts, und dann heißen auch die zukünftigen Fraktionsmitglieder der CDU so ähnlich wie die derzeitigen: Axel, Rainer, Frank, Thomas, Erich, Wolfgang, Christian, Lüer, Jürgen, Franz-Robert, Egbert, Ingo und Mechthild. Huppeli – Mechthild! Geht doch!

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2 Kommentare bei „Ja, wo sind sie denn?“

  1. Manfred Peters sagt: Antworten

    In solchen politischen Biotopen kann eben so manches hoffnungsvolles, selbst schwarzes, Nachwuchspflänzchen nicht gedeihen:
    http://www.ju-greifswald.de/images/events/20100111_Mahnwache_Adam/05.jpg

  2. Ich darf darauf aufmerksam machen, dass die JU Greifswald eine ganze Reihe von Frauen in ihren Reihen hat, sich allerdings keine für den Vorstand zur Verfügung gestellt hat. Beim letzten Vorstand waren übrigens noch ein Drittel Frauen. Aber im Gegensatz zu Ihrer Partei, Frau Therodde, werden Frauen nicht wie Menschen 2. Klasse behandelt, die man von oben herab durch Quoten in die Gremien dirigieren muss, weil sie aus eigenem Antrieb dafür zu schwach sind, sondern genauso ernst genommen wie Männer.

    Und das heißt eben auch: Jede Frau kann für den Vorstand kandidieren und wird dazu ermuntert. Aber wenn sich keine zur Wahl stellt, zwängt man auch keine hinein.

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