Die Zukunft der Energiegewinnung in unserer Region: Virtuelle Kraftwerke

Die Region um Cuxhaven ist ähnlich geprägt wie die Region um Greifswald. Eine sehr große Anzahl von Windkraftanlagen steht einer sehr geringen Versorgungsdichte auf Grund der niedrigen Bevölkerung gegenüber.

Durch den stetigen Ausbau von Windkraftanlagen, wird das Stromnetz zunehmend in unserer Region unruhiger. Insgesamt wird immer mehr positive sowie negative Regelleistung zur Stabilisierung des Regionalennetzes benötigt. Eine mögliche zur Lösung dieses Problem sind „Virtuelle Kraftwerke“.

Beim Aufbau eines „Virtuellen Kraftwerk“ werden ähnlich wie in Berlin viele kleine mini-BKHW als Stromerzeuger und Wärmeerzeuger, sowie Wärmepumpen über eine Leistelle flexibel vernetzt und zentral gesteuert. Der Trick dabei liegt in der Möglichkeit, die große Leistungsschwankungen von Windkraftanlagen durch die Zuschaltung von Wärmepumpen abzufangen. „Weht der Wind, lädt die Wärmepumpe während dieser Zeit den Puffer. Dieses erlaubt durch die Bereitstellung von negative Regelleistung die Stabilisierung des Netzes. Kann das Netz die benötigte Leistung nicht liefern, werden die Wärmepumpen einfach abgeschaltet und die Mini-BHKW zur Stromerzeugung und Wärmeerzeugung zugeschaltet.

Somit gleichen Virtuelle Kraftwerke Schwankungen im Netz aus und helfen dabei, CO2 freien Windstrom besser in das Netz zu integrieren. Insbesondere Wärmepumpen lassen sich in Zeiten, in denen viel Windstrom in das Netz gespeist wird, sehr ökonomisch betreiben.

P.S. Neben Wärmepumpen könnten auch Kompressoren zur  Erzeugung von Druckluft zugeschaltet werden.

 

3 Kommentare bei „Die Zukunft der Energiegewinnung in unserer Region: Virtuelle Kraftwerke“

  1. Manfred Peters sagt: Antworten

    Das ist kein Kommentar, sondern eine wirtschaftlich-technische Information! 😉

    Da Euch offensichtlich der „Ökoenergiesachverständige“, eigentlich doch eine Kernkompetenz der Grünen, abhanden gekommen ist, muss ich wohl ausnahmsweise in die Bresche springen.
    Die schlechte Nachricht: Einem der potentiellen Ökostromerzeuger fehlen Kraftwerkskunden!
    Die gute Nachricht: „Der Stromkonzern Vattenfall will Tausende Mini-Anlagen zusammenschalten, die sowohl Strom als auch Wärme erzeugen können (Kraft-Wärme-Kopplung). In Hamburg hat der Konzern dieses Modell schon erfolgreich getestet, es soll nun bundesweit wachsen und wird dem Angebot von Lichtblick unmittelbar Konkurrenz machen. Auch die Deutsche Telekom ist in den Markt eingestiegen, ebenso wie der Stromversorger RWE. …“

  2. Robert Brockmann sagt: Antworten

    Hallo Manfred,

    besten Dank für die Info. Laut dem Artikel konnte Lichtblick über 12 Monate nur 500 Anlagen verkaufen. Bei dieser Info sollte man aber auch berücksichtigen, dass die allgemeinen Verkaufszahlen von BHKW rasant nach oben gehen.

    Genau hier liegt das Problem. Die reine Errichtung von BHKW ist das Problem. Erst die Einbindung von BHKW in virtuelle Kraftwerken erlaubt den Strom bedarfsgerecht zu erzeugen. Somit ist das Konzept von Lichtblick auf jeden Fall zukunftsweisend. Gefragt ist aber auch der Gesetzgeber, um einen unkontrollierten Wildwuchs von BHKW ohne Netzeinbindung in der Zukunft zu verhindern.

    Robert Brockmann

  3. Manfred Peters sagt: Antworten

    Hallo Robert,

    Du bist also doch noch als „Ökoenergiesachverständiger“ im Lande und Amt. 😉
    Da von Dir zu meinem Kommentar (2.!) kein Beitrag/Einspruch/Verriss kam, habe ich schon das Schlimmste befürchtet.
    Meine Verbindung zu diesem Thema: Wenn Hannelore Fossile-Kraft in NRW mit Hilfe der Grünen, so weitermacht, brauchen wir weder virtuelle Kraftwerke in MV noch in Deutschland, denn wir haben am Ende fossile Energie im Übermaß!
    Zitat: „… „Wir brauchen eine gesicherte Energieversorgung, bis genügend regenerativer Strom zur Verfügung steht“, sagt Fraktionschef Norbert Römer. Dafür habe man schließlich die einheimische Braunkohle. …“
    Das was als Grünes-Ziel im verlinkten Spiegel-Beitrag steht, ist durch den Koalitionsvertrag offensichtlich obsolet und zum Inhalt des Vertrages habe ich mich schon im Kommentar (2.!) geäußert.

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