Der tägliche Grund, GRÜN zu wählen (8)

Diesmal: Wissensgesellschaft und Hochschulplanung
„Die Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern fahren bereits heute an der Auslastungsgrenze.“ Das stellte Johannes Saalfeld, hochschulpolitischer Sprecher der grünen Landesverbands und Landtagskandidat, in diesen Tagen fest.
Auf der einen Seite steht das steigende Interesse junger Menschen an einem Studienplatz, hinzu kommen doppelte Abiturjahrgänge in einigen Bundesländern, die in Mecklenburg-Vorpommern schlicht nicht berücksichtigt werden.
Auf der anderen Seite steht der von SPD, LINKE und CDU durchgesetzte Personalabbau um 20 Prozent. Beides geht nicht zusammen.
Wer in einer Bildungsgesellschaft durch die Verknappung des Studienplatzangebotes und durch Personalabbau die Zahl der Akademiker_innen begrenzen will, handelt absurd. Das Ziel muss es doch sein, möglichst vielen Menschen zu einer wissenschaftlichen Qualifikation zu verhelfen. Der Weg der „kleinen Elite“ ist ein Relikt des 19. Jahrhunderts und gilt daher außerhalb Mecklenburg-Vorpommerns zu Recht als überholt.

Für eine bessere Welt durch mehr Wissen: Dr. Dr. Sheldon Lee Cooper

Wir wollen einen anderen Weg einschlagen, in unserem Landtagswahlprogramm heißt es daher folgerichtig: „Wer die Probleme der Bologna-Reform ernsthaft lösen will, darf nicht einfach nur die Abschlüsse umbenennen, sondern muss eine ganze Reihe von Reformmaßnahmen in der Studiengangsplanung und Studienorganisation umsetzen. Zum Beispiel muss endlich der Personalmehrbedarf infolge des Bologna-Prozesses berücksichtigt werden, damit die Bachelor-Master-Umstellung nicht weiter zu Lasten des akademischen Mittelbaus und des wissenschaftlichen Nachwuchses umgesetzt wird.“
Dass es geht, zeigt die Landesregierung von Baden-Württemberg. Dort sollen 2012 22.000 zusätzliche Studienplätze für Studienanfänger_innen bereitgestellt werden (bei uns fehlen 3.700). Neben dem Doppelabitur wird auch die Abschaffung der Wehrpflicht als Faktor angeführt. Könnten wir in Mecklenburg-Vorpommern ja auch mal dran denken.

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