Schimmelpilz in Greifswalder Archivräumen

Kleine Anfrage der Bürgerschaftsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bringt Probleme ans Licht

Es ist lange bekannt, dass einige Lagerräume des Stadtarchivs den klimatechnischen Anforderungen eines Archivs nicht genügen. Dass es seit September letzten Jahres aktuellen Schimmelpilzbefall gibt, wurde erst jetzt durch eine Kleine Anfrage der Bürgerschaftsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bekannt. Offenbar gab es bereits im Oktober Begehungen und Probenentnahmen und seit Anfang November liegt ein Prüfbericht vor. Wir fragen uns schon, ob die politischen Gremien und die Öffentlichkeit ohne unsere Anfrage überhaupt davon erfahren hätten.

Um Entwicklungen wie im Stralsunder Stadtarchiv vorzubeugen, ist ein transparenter Umgang mit solchen Informationen wichtig. Deshalb hat die GRÜNE Fraktion beantragt, dass der Prüfbericht auf die Tagesordnung des nächsten Bildungs- und Kulturausschusses gesetzt wird.

Die Informationen sind von umso größerer Bedeutung, als in Kürze ein zeitweiliger Ausschuss der Bürgerschaft eine Prioritätenliste für Sanierungs- und Neubaumaßnahmen der Stadt erstellen soll. Im Bauschadensbericht der Stadt, der der Arbeit im Ausschuss maßgeblich zugrunde liegen soll, finden die Räume des Stadtarchivs aber keine Erwähnung. Wir hoffen im Bildungs- und Kulturausschusses auch zu erfahren, warum die Schäden im Stadtarchiv im Bericht keine Rolle spielen.

Hinzu kommt, dass mit dem Umzug von Ämtern in das Stadthaus bereits in den kommenden zwei Jahren mit Engpässen bei der Aufnahme von Archivalien zu rechnen ist – auch das eine Antwort auf die Kleine Anfrage der GRÜNEN. Aufgrund dieser Aussagen bekommen die Planungen für einen Neubau des Stadtarchivs, die bereits seit geraumer Zeit in den Schubladen der Stadt liegen, noch eine größere Bedeutung.

Stefan Fassbinder
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