„Bedürftige können es wählen dürfen“

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Fischer „will Pferdefleisch an Tafeln verteilen“, so NDR-Info in der Ankündigung eines heutigen Beitrages. Der Beitrag ist hier anzuhören. Manchmal ist es doch gut, länger mit dem Auto unterwegs zu sein. Ansonsten wäre mir diese „Idee“ des CDU-Mannes wohlmöglich entgangen. Fischer will diese mit Pferdefleisch versetzten Lebensmittel nicht etwa richtig etikettiert verkaufen, sondern an Bedürftige verteilen, z.B. über die Tafeln.

Ich unterstelle mal kurz, Fischer meint es ernst und glaubt, es täte damit eine gute Tat, weil viele nicht von ihren Regelsätzen leben können. Die Alternative ist, zu glauben, ein Hinterbänkler wolle sich profilieren.

Dann liegt es doch auf der Hand, dass er sich in seiner Partei und seiner Koalition zu einer wirklich bedarfsgerechten und existenzsichernden Grundsicherung einsetzen müsste. Stattdessen drücken er und seine Partei sich vor der Verantwortung und stabilisieren damit das Tafelunwesen. Eine Wahl, wie Fischer es nennt, haben diejenigen, die unter der Agenda 2010-Politik zu leiden haben, jedenfalls nicht. Auf Suppenküchen zu verweisen ist zynisch.

3 Kommentare bei „„Bedürftige können es wählen dürfen““

  1. Fischer (ersetzt) geh mal zur Tür
    es hat gebimmelt

    Da steht ein Pferd auf dem Flur (in der „Tafel“)
    ein echtes Pferd auf dem Flur
    jaja ein Pferd auf dem Flur
    das ist so niedlich

    Da steht ein Pferd auf dem Flur
    jaja ein Pferd auf dem Flur
    oh oh ein Pferd auf dem Flur
    und schaut mich an

    ist das jetzt ein Männchen (Bolognese)
    oder ein Rüde (Mettwurst)
    ich hab ein Herz für Tiere (für die „Tafel“)
    und paß gerne auf sie auf
    doch heute Abend glaub ich
    nimmt der Wahnsinn seinen Lauf

  2. So was wäre, bzw. ist besser, als „Tafeln“, die den Rückzug des Sozialstaates unterstützen:

    http://www.taak-halle.de/

    Vielleicht auch nicht soo schlecht:

    http://www.pfandgeben.de/?ort=Greifswald+Schönwalde#

  3. […] Beitrag “Bedürftige können es wählen dürfen” ein kleiner […]

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