Reinhard Bütikofer informiert sich über deutsch-polnische Zusammenarbeit

Der erste Tag seiner Tour durch Mecklenburg-Vorpommern führte den Grünen Europaabgeordneten Reinhard Bütikofer in das deutsch-polnische Grenzgebiet. Ausgangspunkt war die Besichtigung der Zuckerfabrik von Suiker Unie in Anklam, bei der er sich zusammen mit dem Grünen Direktkandidaten Wahlkreis 16 zur Bundestagswahl, Ralf-Peter Hässelbarth, über die Produktionslinien und die Marktsituation des Unternehmens informierte. Dabei zeigte er sich insbesondere von der Verwendung des Zuckerrohrs für die Herstellung von Ethanol und möglicherweise auch als alternativer chemischer Grundstoff angetan. „Hier wird die Bedeutung neuer Technologien für die Entwicklung der industriellen Produktion deutlich. Und es bietet sich die Chance, in Zusammenarbeit mit Partnern auf der polnischen Seite die Wertschöpfung in der gesamten Region zu erhöhen“, so Bütikofer.

Reinhard Bütikofer (rechts) in der Blaubeerscheune in Eggesin, im Gespräch mit Bürgermeister Dietmar Jesse (links) und Ralf-Peter Hässelbarth (Mitte)
Reinhard Bütikofer (rechts) in der Blaubeerscheune in Eggesin, im Gespräch mit Bürgermeister Dietmar Jesse (links) und Ralf-Peter Hässelbarth (Mitte)

Anschließend besuchten Bütikofer und Hässelbarth die Gemeinde Eggesin, wo sie von Bürgermeister Dietmar Jesse in der Blaubeerscheune begrüßt wurden und das kommunale Holzschnitzelkraftwerk besichtigten. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Probleme und Perspektiven einer grenznahen ländlichen Gemeinde vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und des Abzugs der Bundeswehr. „Man kann Eggesin als einen Leuchtturm für die Gegend betrachten, denn hier wurde unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger eine integrierte Entwicklung vorangetrieben, die neue Potentiale identifiziert und Eggesin eine gute Perspektive bietet“, so Reinhard Bütikofer.

Reinhard Bütikofer (rechts) in der deutsch-polnischen Kita in Löcknitz, im Gespräch mit Bürgermeister Lothar Meistring (Mitte) und Ralf-Peter Hässelbarth (links)
Reinhard Bütikofer (rechts) in der deutsch-polnischen Kita in Löcknitz, im Gespräch mit Bürgermeister Lothar Meistring (Mitte) und Ralf-Peter Hässelbarth (links)

An der nächsten Station Löcknitz stand die deutsch-polnische Zusammenarbeit im Mittelpunkt. Im Gespräch mit Peter Heise, Geschäftsführer der Euroregion Pomerania, diskutierten Reinhard Bütikofer und Ralf-Peter Hässelbarth die Rahmenbedingungen der grenzüberschreitenden Verflechtungen. „Die Unterschiedlichkeit der nationalen Strukturen und der Rückgang der europäischen Förderung stellt die Verantwortlichen hier vor große Herausforderungen. Doch was bisher schon erreicht wurde, kann sich sehen lassen undstellt eine gute Basis für die weitere Entwicklung dar“, so Ralf-Peter Hässelbarth. Als ein positives Beispiel der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit suchten Bütikofer und Hässelbarth im Anschluss die deutsch-polnische Kindertagesstätte auf und ließen sich von Bürgermeister Lothar Meistring und Kita-Leiter Olaf Lejeune Konzept und Nutzungszahlen erläutern. „Hier wird sichtbar, wie hartnäckiges Engagement Früchte trägt. Stettin ist das kulturelle Zentrum dieser Region und bietet für die Menschen beiderseits der Grenze viele Events und Einkaufsmöglichkeiten, während sie auf der deutschen Seite günstigen Wohnraum und Arbeitsplätze finden“, so Reinhard Bütikofer. Dies bestätigte auch Malgorzata Fiuk aus Stettin, deren Kinder die Kita besuchen. Sie zeigte sich insbesondere von der Möglichkeit der bilingualen Erziehung begeistert. „Ich wünsche mir, dass meine Kinder beide Sprachen und Kulturen kennenlernen. Deshalb finde ich es toll, dass es diese Kita und zukünftig auch eine entsprechende Grundschule hier in Löcknitz gibt.“

 

Weitere Bilder sind auch auf der Fanpage des Kreisverbandes unter https://www.facebook.com/media/set/?set=a.282958125177851.1073741830.200444150095916&type=3 zu finden.

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