Nur noch 14 Tage: „Frauen, die Mecklenburg-Vorpommern bewegen“ in Anklam!

„Welche Persönlichkeiten fallen Ihnen spontan ein, wenn Sie an Mecklenburg-Vorpommern denken? Uwe Johnson, Ernst Barlach, Otto Lilienthal?“ Mit dieser Eingangsfrage wird die Wanderausstellung „Frauen, die Mecklenburg-Vorpommern bewegen“, welche engagierte Frauen in den Vordergrund rückt, von der Heinrich-Böll-Stiftung beworben. Unter dem Aspekt, dass viele weibliche Persönlichkeiten einem Großteil der Öffentlichkeit bis heute unbekannt sind, kam es vor etwa einer Woche und damit im Rahmen des Internationalen Frauentags zur Eröffnung der Ausstellung im Anklamer Büro der Landtagsabgeordneten der Grünen Ulrike Berger.

Zu bestaunen gibt es dort verschiedenste Biografien interessanter Frauen, die entweder in Mecklenburg beziehungsweise (Vor)pommern geboren sind oder für eine Zeit hier gelebt haben. Die Ausstellung setzt dabei im 19. Jahrhundert an und geht bis in die Gegenwart, wobei der Fokus auf Persönlichkeiten liegt, deren fortschrittliches Engagement die Zivilgesellschaft bedeutend prägte. So finden sich dort etwa Politikerinnen, Künstlerinnen, Ärztinnen, Wissenschaftlerinnen oder auch Sportlerinnen wieder. Dabei fällt auf, dass die vorgestellten Frauen das konventionelle Rollenbild meist ablehnten und ihr Wirken nicht selten mit dem damaligen politischen Geschehen verknüpft war.

Neben der Landtagsabgeordneten Ulrike Berger führte die Rostocker Kulturreferentin Viola Harder durch den Abend, welche die Ausstellung mit einem informativem Vortrag zur Geschichte der Frauenbewegung eröffnete. Dabei legte die Vortragende am Ende dar, dass der Prozess der Gleichberechtigung für sie noch nicht abgeschlossen ist.
Anschließend kam es zu einem gemeinsamen Gespräch zwischen Viola Harder und den anwesenden Gästen, in welchem einige Biografien detailliert zur Sprache kamen. Unter anderem wurde über die 1847 auf Rügen geborene Franziska Tiburtius gesprochen, die ihr Medizinstudium in Zürich absolvierte, da ein Studium in Deutschland für Frauen untersagt war. Sie eröffnete als erste Ärztin eine Frauenklinik in Berlin.

Darüber hinaus lassen sich auch die jüdische Pädagogin und Entwicklungspsychologin Rosa Katz sowie die Schriftstellerin Brigitte Reimann in der Ausstellung wiederfinden.
Über diese und weitere Lebensgeschichten kann sich noch bis zum 26. März 2015 im Wahlkreisbüro von Ulrike Berger in der Burgstraße 9 in Anklam informiert werden. Der Besuch ist kostenlos und während der Öffnungszeiten (Donnerstag 9.30-17.30 Uhr) oder nach persönlicher Terminabsprache mit Marie Schmidt (marie.schmidt@gruenevg.de) möglich.

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