„Hanse-Kinder“: Kostentransparenz und gerechte Hortgebühren

Alexander Krüger
Alexander Krüger

Es sind auf den ersten Blick unschöne Nachrichten, die der Eigenbetrieb Hanse-Kinder nach den Platzkostenverhandlungen im Februar bekannt geben musste. Noch einmal sollen die Platzkosten kräftig steigen, dieses Mal besonders stark in den Horten. Die Gründe dafür sind jedoch andere als in der Vergangenheit. So muss der Eigenbetrieb nun, wie alle anderen Träger auch, für alle seine Horte die Nutzung der Schulgebäude und der Außenflächen bezahlen. In den Jahren vor dem Eigenbetrieb konnten für diejenigen Horte, die sich auf Schulgelände befanden, diese Mieten über das Schulamt abgerechnet werden. Beim Hort Kunterbunt jedoch mussten die Eltern diese Kosten tragen.

Durch den Eigenbetrieb wird nun Kostentransparenz hergestellt. Folgerichtig führen dann aber diese „Altlasten“ dazu, dass die Hortkosten durch die gerecht umgelegten Mieten deutlich in die Höhe getrieben werden.

Alexander Krüger: „Damit diese Kostengerechtigkeit nicht zu Lasten der Eltern geht, wollen wir die Hortkosten in den Horten „Kunterbunt“ und „Spatzentreff“, die jetzt mit 105 bzw. 106 Euro angesetzt sind, auf 93 Euro deckeln. Daher haben wir gemeinsam mit der SPD eine entsprechende Beschlussvorlage für die Bürgerschaft eingebracht.“

Andreas Kerath: „Es wäre nicht in Ordnung, wenn die Eltern für die hergestellte Kostengerechtigkeit bezahlen müssten. Denn subjektiv ändert sich für die Eltern nichts an der Betreuung.“

Bündnisgrüne und SPD hoffen, dass auch die anderen Fraktionen sich dem Vorschlag anschließen können.
Insbesondere aus der CDU kommen widersprüchliche Signale. So hatte der Fraktionsvorsitzende Axel Hochschild noch in der Novembersitzung der Bürgerschaft angekündigt, Lösungen finden zu wollen, um den Eltern die, so wörtlich „exorbitante Erhöhung“ zu ersparen. Der Finanzausschussvorsitzende der CDU, Thomas Mundt, hingegen sah in der Februarsitzung des Ausschusses keine Notwendigkeit mehr, den Eltern entgegen zu kommen (OZ vom 24.2.).

Alexander: „Wir hoffen, dass die CDU sich an die Worte ihres Fraktionsvorsitzenden erinnert und die Deckelung der Platzkosten zur Entlastung der Eltern mitträgt.“

Frauke Fassbinder

Frauke ist Geschäftsführerin der bündnisgrünen Bürgerschaftsfraktion in Greifswald und war langjähriges Mitglied derselben.

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