Archiv der Kategorie: Uni

Uni Greifswald besinnt sich auf Tradition

Alter Stich von Dom und Uni

Endlich legt unsere Uni Greifswald sich wieder den Namen zu den sie in ihrer 560 jährigen Geschichte am längsten hatte.

Damit besinnt sie sich auf ihre wahre Tradition.

Wir finden „Universität Greifswald“ ist ein starker, klarer, schöner Name mit Strahlkraft für freie Forschung und Lehre. Mit eindeutigem, fokussierten Bezug zu ihrer stolzen, selbstbewussten, studentischen Stadt, zu unserer Stadt.

Fachgespräch zur Paludikultur mit Landwirtschaftsminister C. Meyer, Niedersachsen

More Moor?!

Das Greifswalder Moor Centrum (GMC) und der Bündnisgrünen Kreisverband von Vorpommern-Greifswald lädt ein zum Fachgespräch über:

Moore – Räume für Klima- und Naturschutz: Welche Rolle spielt Paludikultur in einer nachhaltigen Moorstrategie?

International renommiert forschen Greifswalder Wissenschaftler*innen zur nachhaltigen Nutzung, zum Erhalt und der Wiedervernässung von Moorstandorten. Junge Entrepreneure, die mit Paludikultur wirtschaftlichen Nutzen und Naturschutz verknüpfen, ergänzen diese Forschung. Wie lässt sich daraus eine nachhaltige Moorstrategie entwickeln? Welche Rolle spielt dabei der politische Rahmen? Welche Chancen ergeben sich dabei für ökologische wirtschaftende Unternehmen? Fachgespräch zur Paludikultur mit Landwirtschaftsminister C. Meyer, Niedersachsen weiterlesen

Raus auf die Straße!

Die Verhandlungen um die Freihandelsabkommen TTIP und CETA gehen in die heiße Phase. „Es geht in diesen Abkommen schon lange nicht mehr um Autospiegel oder den Abbau von Zöllen”, so Ronny Schulz, Mitglied im Kreisvorstand Bündnis 90/ Die Grünen. “Weil es uns alle direkt betrifft, müssen wir ein Zeichen setzen. Deshalb rufe ich alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich am 10.10.2015 in Berlin dem Protest anzuschließen!” so Schulz.

Am 10.10.2015 startet ein Bus aus Greifswald zur Demonstration in Berlin. Abfahrtszeit ist 9.00 Uhr an der Friedrich-Loeffler-Straße 28. Der AStA (Allgemeine Studierendenausschuss) Greifswald hat den Bus organisiert. Interessierte können sich per Mail (asta_lehramt[at]uni-greifswald.de oder asta_hopo[at]uni-greifswald.de) anmelden.

Bereits am 28.04.2014 schloss sich der Kreistag Vorpommern-Greifswald der Resolution gegen diese Art der Gestaltung der Freihandelsabkommen an, am 27.10.2014 stimmte die Bürgerschaft der Universitäts- und Hansestadt Greifswald mehrheitlich dafür aus. „Es geht uns nicht darum, den freien Handel zu verhindern. Aber wir wollen, dass Gesellschaft und Politik sich auch auf kommunaler Ebene mit den Handelsabkommen kritisch auseinandersetzen. Wir wollen, dass Städte und Kommunen zumindest über ihre Spitzenverbände an den Verhandlungen zu TTIP beteiligt werden und die Verhandlungen transparenter werden. Deshalb treten wir mit dieser Vorlage an den Oberbürgermeister und unsere Landtagsabgeordneten mit der Bitte heran, auch die Interessen der Stadt Greifswald hinsichtlich des TTIP bei Entscheidungsträger_innen mit Nachdruck zu vertreten“, so Schulz abschließend.

Mehr Infos zur Demo findet Ihr hier:
http://ttip-demo.de/home/

GRÜNE Antworten auf Wahlprüfsteine

Uns haben in den letzten Tagen und Wochen einige Wahlprüfsteine von
Initiativen erreicht, die wir gerne beantwortet haben. Wir begrüßen es,
dass sich Initiativen bei den Parteien und Gruppen informieren und die
Antworten veröffentlichen. So können sich alle Interessierten ein
genaues Bild über die Ziele und Aufgaben machen, denen sich die Parteien
und Gruppen in der zukünftigen Wahlperiode in Kreistag und Bürgerschaft
widmen wollen.
Wahlprüfsteine bekamen wir von:

Hier finden sich einige unserer Antworten: GRÜNE Antworten auf Wahlprüfsteine weiterlesen

Fünf vor Zwölf… *update*

… trafen sich vor dem SPD-Parteibüro im Schuhhagen in strömendem Regen (ein wirklich übles Wetter…) etwas mehr als 70 Menschen, die gegen die Unterfinanzierung der Universität Greifswald protestierten. Es waren etwa genausoviele, wie Stellen an der Uni wegfallen.

Der angesprochene (angerufene) Herr Ministerpräsident selbst ließ die Menschen allerdings im Regen stehen – er war nur in Gestalt eines telefonierenden „Schauspielers“ anwesend, trug dafür aber einen riesigen Sack mit Geld herum.

Bis zum Ende der Mahnwache hat er daraus keinen Cent herausgerückt…

Update: Laut dpa waren es nur 40 Teilnehmende.

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Das erste Podium für den Wahlkreis 15

Das Auftaktpodium für die Bundestagswahl 2013 in Greifswald veranstaltete gestern abend der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA), vermutlich damit das Ganze noch in der Vorlesungszeit stattfindet.
Die Einladung an die Kandidatinnen und den Kandidaten des Wahlkreises 15 erfolgte in der letzten Woche atemberaubend kurzfristig. Unter diesem Aspekt war es erfreulich, dass diejenigen, deren Kommen zu erwarten war, auch da waren. Auch der Besucher_innenzuspruch war ganz ordentlich.
Leider war der Erkenntniswert der Versammlung nicht allzu hoch. Das lag nicht nur an den Beiträgen der Kandidat_innen und sonstigen Parteienvertreter, sondern auch an der Konzeption der Veranstaltung. Das erste Podium für den Wahlkreis 15 weiterlesen

Landtag aktuell: Nicht mal der kleine Wurf will gelingen

Mit einiger Routine, manchem Gewohnten und leider wenig überzeugenden Regierungsvorlagen befasst sich der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern in dieser Woche im Plenum.

Für die Regierungsvorlagen, die nicht mehr herausfordern als ein resigniertes Seufzen, steht die erste Lesung einer Schulgesetznovelle. Einzig sinnvolles Element ist hier die Entfristung der Schulwahlfreiheit, eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Die anderen Änderungen weisen in die falsche Richtung. Von einheitlichen Bewertungskriterien und dem vorgesehenen Weg dorthin dürfen wir uns nicht viel versprechen. Versuche, Schulunterricht auf diese Weise zu „objektivieren“, sprechen für eine falsche Vorstellung von Schule und sind nicht einmal erstrebenswert. Vor allem machen sie die Schule nicht besser.
Größtes Manko der Vorlage ist aber ihr Ansatz, den Kreis derer, für die individuelle Förderpläne erstellt werden können, erheblich einzuschränken. Auch eine weitere, am Freitag zu behandelnde Vorlage, sieht Einschnitte bei der individuellen Förderung vor. Begründet wird das durch die Regierung mit dem Wunsch nach „Entlastung“,
Es bestreitet niemand, dass individuelle Förderung Zeit in Anspruch nimmt. Den Wunsch, Lehrer_innen zu entlasten, teilen wir ebenfalls. Nur haben wir dazu bereits weitaus zielführendere Vorschläge gemacht, vor allem den Einstieg in eine Reduzierung der wöchentlichen Deputate.
Wer weniger individuelle Förderung in den Schulen möchte, hat auch das Prinzip der Inklusion nicht verstanden.
Bei der Überarbeitung des Schulgesetz gelingt der Regierung so nicht einmal ein kleiner Wurf.

Zwei GRÜNE Vorlagen werden in dieser Woche behandelt. Am Mittwochabend wird sich Johannes Saalfeld dafür einsetzen dass die Situation der Lehrbeauftragten an den Hochschulen verbessert wird. Dazu gehört klare Richtlinien für das Mindestniveau von Vergütungen und die Möglichkeit einer Interessenvertretung.

Am Donnerstagmittag wird Johann-Georg Jaeger einfordern, dass die Landesregierung den eigenen Festlegungen im Aktionsplan Klimaschutz folgt und regelmäßig dem Landtag einen Klimaschutzbericht vorlegt.

Unter den zahlreichen weiteren Anträgen möchten wir noch die Vorlage 1128 herausgreifen. Hier beantragt die Linksfraktion Änderungen im Agrarrecht mit Blick auf die Besitzstrukturen landwirtschaftlichen Bodens. Die Konzentration der Flächen in wenige Hände hat hier erheblich zugenommen, mit spürbaren negativen Folgen für den ländlichen Raum. Dass hier Möglichkeiten bestehen, durch landesgesetzliche Regelungen Einfluss zu nehmen, zeigt das Land Baden-Württemberg. Ziel soll es sein, die Bodenvergabe durch eine landeseigene Gesellschaft zu steuern. Ein aus unserer Sicht notwendiger nächster Schritt müsste nun allerdings sein, in den Zielen einer solchen Gesellschaft den Vorrang einer kleinbäuerlichen und biologischen Landwirtschaft festzuschreiben.

In Richtung Tagesordung, Zeitplan und Livestream geht es hier.

Hochschulöffentliche Anhörung

In der Universitäts- und Hansestadt Greifswald dürfen wir nicht nur davon ausgehen, von vielen Hochschulangehörigen gelesen zu werden. Auch alle anderen Leute in Stadt und Region dürfen sich gerne für die weitere Entwicklung der Uni interessieren. Deswegen machen wir gerne darauf aufmerksam, dass am morgigen Dienstag zwischen 14 und 16 Uhr die hochschulöffentliche Anhörung mit den beiden Bewerber_innen für das Amt der/des Uni-Rektorin/Rektors stattfindet. Die Uni informiert darüber auch selbst, wenn auch ein wenig schmucklos.

Die Liste Soliuni hat dazu die Aktion „Frag deine zukünftige Rektorin“ ausgerufen. Wer Fragen hat, kann sie unabhängig von der Möglichkeit, persönlich anwesend zu sein, an info (at) soliuni-greifswald.de einsenden, so dass sie von studentischen Senatsmitgliedern der Bewerberin und dem Bewerber gestellt werden können.

 

GRÜNE wollen Qualität der Referendarsausbildung und Mentorensystem verbessern

Pressemitteilung Ulrike Berger, MdL: „Probleme dürfen nicht länger ignoriert werden.“

Der Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern mangelt es in der Referendarsausbildung an Interesse, Problembewusstsein und dem Willen zur Qualitätsverbesserung. Zu diesem Schluss gelangt Ulrike Berger, bildungspolitische Sprecherin der GRÜNEN Landtagsfraktion, angesichts der Antworten auf eine Kleine Anfrage zum Mentorensystem.
„Viele Antworten auf unsere Fragen verdeutlichen, dass die bestehenden Mängel nicht gesehen werden oder nicht gesehen werden wollen. So werden keine Anreize für Schulen geschaffen, sich an der Referendarsausbildung zu beteiligen. Die Tätigkeit der Mentorinnen und Mentoren wird nicht honoriert. Unsere Fraktion wollte im Zuge der Haushaltsdiskussion ermöglichen, dass den betreffenden Lehrkräften wenigstens Abminderungsstunden gewährt werden. Dass dieser Antrag abgelehnt wurde, belegt die mangelnde Bereitschaft zu Verbesserungen.“
Berger vermisst im Bereich der Referendarsausbildung zudem jede Steuerung und sieht daher Gefahren für die künftige Unterrichtsversorgung: „Die Landesregierung wollte auf unsere Anfrage nicht benennen, in welchen Fächern es zu wenig Nachwuchslehrkräfte gibt. Wenn wir jedoch die Probleme weiter ignorieren, wird es in einigen Jahren in vielen Fächern schwierig.“ Die Situation in den Fächern Mathematik, Physik, Chemie, Musik sowie in einigen Fremdsprachen sei schon jetzt erkennbar angespannt.
„Auch hier fehlen die Anreize“, erklärt Berger, „Das Land signalisiert den Absolventinnen und Absolventen nicht, dass sie willkommen sind und gebraucht werden. Das führt dazu, dass sich die Besten in anderen Bundesländern bewerben. Ein großer Fehler war auch, gerade in den Mangelfächern an den Universitäten Einschnitte vorzunehmen. Das muss aus unserer Sicht korrigiert werden.“