Schlagwort-Archive: Behördenversagen

Strafanzeige gegen Genehmigungsbehörden der Anklamer Bioethanolfabrik

Bündnisgrüne: „Ethanolkatastrophe darf sich nicht wiederholen“

Am 10. April hat der Kreisverband BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN bei der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg Strafanzeige wegen Behördenversagen im Zusammenhang mit der Ethanolkatastrophe in der Peene Ende August 2015 gestellt.

„Damals sind hunderttausende Liter Ethanol in die Peene bei Anklam geflossen.“ sagt Dr. Torsten Wierschin, Bündnisgrünes Mitglied des Kreisverbands Vorpommern-Greifswald. „Das führte zu einem großen Fischsterben.“
Die Katastrophe hatte überegional für Aufsehen gesorgt und dem Ansehen der Region als Ausflugs- und Tourismusziel geschadet.
Mehrfach hatten Bündnisgrüne danach bei Genehmigungs- und Kontrollbehörden Strafanzeige gegen Genehmigungsbehörden der Anklamer Bioethanolfabrik weiterlesen

Nach der Chemiekatastrophe im Peenetal: Fragen an die Landrätin

Kristin Wegner
Kristin Wegner

Folgende Fragen haben wir am Montag, 5. Oktober 2015 im Kreistag, öffentlich an die Landrätin gestellt. Nach und nach veröffentlichen wir hier die Antworten.

Frage 1: Hätte mit dem aktuellen Messregime von 6 Proben im Jahr, die Havarie überhaupt zeitnah erkannt werden können?

Antwort 1: Nein. Die Behörden testeten 2x im Monat bei Niederschlagsereignissen an den Einleitestellen, allerdings nicht an der Kläranlage/Schönungsteich. Das StALU Stralsund testet die Peene 6x im Jahr, allerdings nur im ca. 500 Meter entfernten Anklamer Hafen. Eine aktuelle Verfügung seitens der Behörden an die Betreiberin der Ethanolanlage, die Sugar Uni GmbH, soll jetzt die Beprobung der Einleitestellen in die Peene verbessern.

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