Gleiche Chancen für alle Greifswalder Fußballvereine

Wie erfolgt die Vergabe der Trainingsplätze/-zeiten und wann beginnen die Sanierungsarbeiten am Jugendplatz?

Anlässlich der geplanten Sanierung bzw. der Neuanlage des Jugendplatzes im Volksstadion hat die Bürgerschaftsfraktion BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN eine Kleine Anfrage an die Verwaltung gestellt. Sie soll klären, nach welchen Kriterien die Vergabe der Nutzungszeiten und Plätze an die Greifswalder Fußballvereine erfolgt und ob die Sportplätze im Volksstadion effizient ausgelastet werden. Uns ist nicht klar, ob alle Greifswalder Vereine die gleichen Chancen auf die Nutzung der Plätze haben und nach welchen Kriterien die Verteilung stattfindet.

Neben den organisatorischen Fakten ist auch der Stand der Sanierung des Jugendplatzes ein wichtiger Punkt der Kleinen Anfrage. „Es ist nötig, die Planungen gewissenhaft durchzuführen“, so Alexander Krüger, Vorsitzender des Sportausschusses. „Bislang gibt es keine Informationen dazu, wie weit die Planungen für die Sanierung fortgeschritten sind und wann die Sanierung des Jugendplatzes beginnen wird. Eine rechtzeitige Information ist wichtig, um mögliche Beeinträchtigungen des Trainings- und Spielbetriebes zu verhindern. Wir wollen, dass der Platz nach der Sanierung der neuesten Technik entspricht. Wir können es uns nicht erlauben, jetzt Fehler zu machen, die uns dann in den nächsten Jahren womöglich teuer zu stehen kommen.“

Im Detail geht es um folgende Fragen:

1a. Wie weit sind die im Haushalt 2013 beschlossenen Planungen für die Erneuerung des Jugendplatzes und wann wird mit dem Bau begonnen?

b. Hat die Sanierung bzw. eine Neuanlage des Jugendplatzes negative Auswirkungen auf den Trainings- und Spielbetrieb der Greifswalder Fußballvereine?

c. Wird mit der Sanierung bzw. der Neuanlage ein Platz entstehen, welcher der neuesten Technik und den derzeitigen Anforderungen an den Spielbetrieb entspricht?

2a. Im Volksstadion wird derzeit auf vier Plätzen (Hauptplatz/ Westplatz/ Ostplatz/ Jugendplatz) trainiert und der Punktspielbetrieb abgehalten. Wer ist für die Platzverteilung zuständig und wann und wie oft findet sie statt?

b. Nach welchen Kriterien wird festgelegt, welche Vereine auf welchem Platz trainieren? Welche Vereine trainieren demnach auf welchem Platz? Spielt bei der Festlegung die Spielklasse der Vereine eine Rolle? Haben die Vereine ein Mitspracherecht?

c. Ist es den Vereinen möglich, auch außerhalb ihrer Trainingszeiten auf den Plätzen zu trainieren und wie ist dazu der Verfahrensablauf?

d. Können die Vereine bei Punktspielverlegungen vor diesen Spielen auf dem Punktspielplatz trainieren?

3a. Der Hauptplatz im Volksstadion wird für den Punktspielbetrieb und das Abschlusstraining bei Heimspielen unserer Vereine genutzt. Wie hoch war die Auslastung des Hauptplatzes gemessen an den Heimspielen aller Vereine in der Saison 2011/ 2012 sowie in der laufenden Saison 2012/2013?

b. Teilen Sie uns bitte nach Vereinen getrennt mit, wie viele Heimspiele in der vergangenen Saison gespielt wurden und wie viele davon auf dem Hauptplatz ausgetragen wurden.

c. Wird der Hauptplatz in den Sommerpausen für den Trainingsbetrieb freigegeben?

Stefan Fassbinder
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Stefan Fassbinder

Stefan war lange Zeit Fraktionsvorsitzender der Grünen Bürgerschaftsfraktion Greifswalds. Er ist promovierter Historiker und Vater von vier Kindern. Seit November 2015 ist er erster Grüner Oberbürgermeister Norddeutschlands, aufgestellt durch ein Bündnis von Die Linke, SPD und Piratenpartei.
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2 Kommentare bei „Gleiche Chancen für alle Greifswalder Fußballvereine“

  1. Interessant wäre jetzt noch zu wissen, ob auch andere Sportarten gleichberechtigt zum Fußball mit der notwendigen Infrastruktur gefördert werden.

  2. Stefan Fassbinder sagt: Antworten

    @ Wissender:
    In dieser Anfrage haben wir uns explizit auf das Volksstadion konzentriert. Wir vermuten, dass es Optimierungsmöglichkeiten gibt. Im letzten Sportausschuss war die Sporthallenproblematik ein gewichtiges Thema. In dieser Sitzung wurde bereits ersichtlich, dass der Bedarf an zusätzlichen Kapazitäten in der Stadt vorhanden ist. Hierzu haben wir eine Empfehlung abgegeben und diese an den Investitions- und Sanierungsausschuss weitergeleitet.
    Ansonsten können wir die Vereine nur bitten, offen zu kommunizieren, welche Bedarfe sie haben bzw. wo es Probleme gibt. Dann muss man jeweils sehen, was – auch angesichts der Kassenlage – möglich ist.

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