Ökologische Landwirtschaft ist das umweltfreundlichere System

Zum aktuellen Antrag der Landtagsfraktion der Partei DIE LINKE mit der Überschrift „Ökolandbau in Mecklenburg-Vorpommern erhalten und zukunftsfähig weiterentwickeln“ äußert sich die agrar- und umweltpolitische Sprecherin der bündnisgrünen Landtagsfraktion Dr. Ursula Karlowski:
„Wir begrüßen das Ansinnen der Linksfraktion, den Stand des Ökolandbaus in Mecklenburg-Vorpommern zu sichern, doch gehen unsere Vorstellungen darüber hinaus. Uns geht es nicht nur um die Sicherung des Erreichten. Vielmehr hat unser Bundesland die besten Möglichkeiten, durch gezielte Förderung den Anteil der ökologischen Landwirtschaft deutlich auszuweiten. Wir unterstützen deshalb den Ansatz des BUND, der eine Ausdehnung des ökologischen Landbaus in Mecklenburg-Vorpommern nach dem Beispiel Bayerns auf 20 Prozent fordert.“
Nach Ansicht der bündnisgrünen Landtagsfraktion gibt es zur Ausweitung der ökologischen Landwirtschaft keine Alternative. Anderenfalls lassen sich die Ziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie, die Gewässer bis 2015 und spätestens bis 2027 in einen guten ökologischen Zustand zu versetzen, nicht erreichen. Noch immer leiden unsere Seen, Flüsse, Küstengewässer und die Ostsee an einem schädlichen Überschuss an Nährstoffen und an Pestiziden aus der konventionellen Landwirtschaft. Auch sind die Ziele zum Erhalt der Biodiversität in der Agrarlandschaft völlig illusorisch, wenn es nicht gelingt, ökologische Anbauflächen zu erweitern. Ganz klar ist die ökologische Landwirtschaft im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft das klimafreundlichere Landwirtschaftssystem. So entsteht nach Untersuchungen des Instituts für Ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) bei der Produktion von einem Kilogramm Weizen in der konventionellen Landwirtschaft rund dreimal soviel klimaschädliches Distickstoffoxid (Lachgas), wie in der ökologischen Landwirtschaft.

Dr. Ursel Karlowski, agrarpolitische Sprecherin der bündnisgrünen Landtagsfraktion

„Es ist vielfach wissenschaftlich bestätigt, dass der Ökolandbau, der auf Pestizide und Kunstdünger verzichtet, weit weniger zur Belastung unserer Umwelt beiträgt, als die konventionelle Landwirtschaft. Vor diesem Hintergrund ist es unverständlich, dass die Agrarförderung immer noch mehrheitlich in ein umweltbelastendes Agrarsystem fließt, dessen Folgen wir gesamtgesellschaftlich zu finanzieren haben. Mecklenburg-Vorpommern sollte die Rahmenbedingungen derart verändern, dass der Ökolandbau noch attraktiver für die Landwirte wird. So ließe sich aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK) die Umstellungs- und Beibehaltungsprämie für die ökologische Landwirtschaft von heute jeweils 150 Euro auf 348 Euro beziehungsweise 216 Euro pro Hektar anheben.“

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