Schlagwort-Archive: Peene

Anklamer Ethanol- u. Zuckerfabrik: Mehr als 80.000 Kubikmeter hoch-belastete Abwässer versickern pro Jahr im Grundwasser

Anklam. Jetzt ist die Katze aus dem Sack: Nachdem es in der Vergangenheit immer wieder Hinweise und Befürchtungen gab, dass die Abwasserteiche und Deiche der Ethanol- und Zuckerfabrik Anklam undicht sind und so verunreinigtes Abwasser in Grundwasser und Peene gelangen, hat sich dies nun bestätigt.Schwimmbadblick

Ca. 100.000 bis 150.000 Kubikmeter Abwasser sickern pro Jahr ins Grundwasser. Dies entspricht etwa 200 bis 300 mal der Menge Wasser, die die Anklamer Schwimmhalle fasst. Zu diesen Schlüssen kommen Kristin Wegner, Mitglied des Kreistags Vorpommern-Greifswalds für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Dr. Torsten Wierschin, Bündnisgrüner Vorstand des Kreisverbands Vorpommern-Greifswald. Beide hatten Mitte Oktober Akteneinsicht beim Umweltamt des Kreises vorgenommen, um einen Zwischenbericht eines Gutachtens zur Dichtheit der Deiche zu sichten. Die Erstellung des Gutachtens wurde durch die Behörden von der Ethanol- und Zuckerfabrik Anklam gefordert.  Anklamer Ethanol- u. Zuckerfabrik: Mehr als 80.000 Kubikmeter hoch-belastete Abwässer versickern pro Jahr im Grundwasser weiterlesen

Buendnisgruene fordern im Buergerinnen_gespraech zukunftsfaehige Zuckerfabrik.

Verenderter Fisch in der Peene im Oktober 2015
Verendeter Fisch in der Peene im September 2015

Ethanol-Katastrophe darf sich nicht wiederholen.

Die hohe Teilnehmerzahl am von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN organisierten Bürgerinnen_gespräch von ca. 40 Menschen zeigt, dass auch fünf Monate nach der Ethanol-Katastrophe weiterhin großer Redebedarf besteht.

Zu einem konstruktiven Dialog zwischen allen Akteuren aus Zuckerfabrik (ZUFA), Behörden und der Bevölkerung kam es zum Bedauern der Veranstalter nicht, da der Geschäftsführer der ZUFA, Herr Sauer, und der Umweltamtsleiter, Herr Zölfel, kurzfristig absagten.

Dafür nutzen die Anklamer_innen die Möglichkeit mit Corinna Cwielag (BUND M-V Geschäftsführerin), Winfried Wilke (Regionaler Anglerverband Ostvorpommern) und Kristin Wegner, Bündnisgrünes Mitglied im Kreistag, ins Gespräch zu kommen. Buendnisgruene fordern im Buergerinnen_gespraech zukunftsfaehige Zuckerfabrik. weiterlesen

Bürger*Innen-Gespräch zur Zuckerfabrik

Luftbild Zuckerfabrik
Luftbild Zuckerfabrik

Wann: 27. Januar 2016 ab 18Uhr
Wo: Vis-a-Vis, Kleiner Wall 11, 17389 Anklam.

Mehr als vier Monate ist das durch die Zuckerfabrik ausgelöste, große Fischsterben in der Peene her. Seitdem gibt es immer wieder Störungen im Betriebsablauf der Zuckerfabrik.

Der Vorstand von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Vorpommern-Greifswald möchte mit Ihnen die Situation beleuchten. Wir laden deshalb interessierte Bürgerinnen und Bürger zum Gespräch. Dabei wollen wir u.a. der Frage nachgehen, welcher Weg einzuschlagen wäre, um zu einer spürbaren Verbesserung der Lebensqualität zu gelangen.

Diskutieren Sie mit unseren Gästen. Ihre Teilnahme zugesagt haben bereits Vertreter des Regionalen Anglerverbands, Corinna Cwielag (Landesgeschäftsführerin BUND in M-V), Ingolf Zölfel (Leiter Umweltamt, Kreis Vorpommern-Greifswald) sowie Kristin Wegner, Bündnisgrünes Kreistagsmitglied. Es moderiert: Torsten Wierschin, Bündnisgrüner Vorstand.

Das öffentliche Gespräch findet am Mittwoch, den 27. Januar 2016 um 18Uhr in Anklam, Kleiner Wall 11 im Hotel & Restaurant Vis-a-Vis statt.

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Unterlassen einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) bei Erweiterung der Anklamer Zuckerfabrik unverantwortlich

Luftbild Zuckerfabrik
Luftbild Zuckerfabrik

Bündnisgrüne Vorpommern: Erneut Akteneinsicht beim StALU Vorpommern
Anklam/Stralsund.
Wegen der Ethanolhavarie Anfang September nahmen am 16. Dezember Kristin Wegner, Mitglied des Kreistags Vorpommern-Greifswalds für BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN, Torsten Wierschin, Bündnisgrüner Vorstand des Kreisverbands Vorpommern-Greifswald sowie weitere Bündnisgrüne Mitglieder Vorpommerns erneute Akteneinsicht beim Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) Vorpommern. Beim ersten Termin in Stralsund waren Fragen offen geblieben.

Bei der Chemiekatastrophe, während der über mehrere Tage unkontrolliert eine große, bisher von den Behörden nicht weiter bestimmbare Menge Ethanol in die Peene gelangte, verendeten mehr als 4,5 Tonnen Fisch.

Wegner fasst die Schlüsse der Bündnisgrünen nach der zweiten Akteneinsicht zusammen: „Seit Beginn der Ethanolproduktion in 2007 gab und gibt es Probleme mit der Einhaltung der Immissionsgrenzwerte für Lärm und Geruch sowie der hohen Belastung von Abwässern mit chemisch-industriellen Schadstoffen und biologischen Restprodukten insbesondere während der jährlichen Zuckerrübenkampagne.“ Unterlassen einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) bei Erweiterung der Anklamer Zuckerfabrik unverantwortlich weiterlesen

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Chemiekatastrophe in der Peene: erste Akteneinsichtnahme

f1Wegen u.a. der vielen Reaktionen aus der Bevölkerung auf unseren Tweed

und der sich daraus ergebenen Fragen bzgl. zu sichtendem Materials, haben wir das StALU in Stralsund gebeten, die Akteneinsicht auf den 17. November 2015 zu verschieben. Chemiekatastrophe in der Peene: erste Akteneinsichtnahme weiterlesen

Nach dem Fischsterben in der Peene: Fragen an StALU und Untere Wasserbehörde

Ursel Karlowski
Dr. Ursel Karlowski

:UPDATE die Behörden überwachen den Chemiebetrieb in dieser Richtung nicht, Antworten siehe unten:

In der Anklamer Bioethanol-Anlage wird ein Wasser-Ethanol-Gemisch mittels azeotroper Destillation getrennt, um möglichst reinen Ethanol zu erhalten. Dabei kommen sogenannte Schleppmittel zum Einsatz, häufig Toluol. Das Ethanol-Endprodukt  wird nach seiner Gewinnung vergällt. In der EU sind verschiedene Vergällungsmittel für Ethanol zugelassen:

Ethyl-tert-butylether (ETBE, für Kraftstoffe)
Methylethylketon (2-Butanon)
Isopropylalkohol (2-Propanol)
Denatoniumbenzoat

Diese Chemikalien sind mitsamt gesundheitsschädliche Gefahrenstoffe, wenn sie in die Umwelt gelangen.

Folgende Frage wurde von Ursel Karlowski (MdL) an das StALU Stralsund und die Untere Wasserbehörde in Anklam gestellt. Die Antwort werden wir hier veröffentlichen:

Wurden die Abwässer auf dem Fabrikgelände und/oder das Wasser der Peene im betreffenden Zeitraum auf Produkte untersucht, die neben dem Zielprodukt (also Ethanol) ebenfalls bei der Produktion Ethanol aus Zuckerrüben anfallen? Nach dem Fischsterben in der Peene: Fragen an StALU und Untere Wasserbehörde weiterlesen

Nach der Chemiekatastrophe im Peenetal: Fragen an die Landrätin

Kristin Wegner
Kristin Wegner

Folgende Fragen haben wir am Montag, 5. Oktober 2015 im Kreistag, öffentlich an die Landrätin gestellt. Nach und nach veröffentlichen wir hier die Antworten.

Frage 1: Hätte mit dem aktuellen Messregime von 6 Proben im Jahr, die Havarie überhaupt zeitnah erkannt werden können?

Antwort 1: Nein. Die Behörden testeten 2x im Monat bei Niederschlagsereignissen an den Einleitestellen, allerdings nicht an der Kläranlage/Schönungsteich. Das StALU Stralsund testet die Peene 6x im Jahr, allerdings nur im ca. 500 Meter entfernten Anklamer Hafen. Eine aktuelle Verfügung seitens der Behörden an die Betreiberin der Ethanolanlage, die Sugar Uni GmbH, soll jetzt die Beprobung der Einleitestellen in die Peene verbessern.

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Nach dem Fischsterben in der Peene: Schutz für Mensch und Umwelt

Cornelia Kampe
Cornelia Kampe

:Update: Unser Ergänzungsantrag wurde in die nächste Ausschussrunde verwiesen.

Maßnahmenpaket für die Anklamer Zuckerfabrik
Den nachstehenden Ergänzungsantrag zum Antrag der CDU (Vorlage 107/2015) werden die drei Bündnisgrünen Kreistagsmitglieder Kristin Wegner, Conny Kampe und Waldemar Okon auf der Kreistagssitzung, kommenden Montag  05.10.2015, einbringen:

Die Landrätin wird aufgefordert:

  1. sich bei der Bioethanol GmbH, dem StALU Stralsund und der Landesregierung für die Einhaltung der rechtlichen Genehmigungen in der Weise einzusetzen, dass schnellstmöglich bauliche und technische Maßnahmen ergriffen werden, die ein erneutes Abfließen von (toxischen) Schadstoffen in öffentliche Gewässer vom Gelände der “Zuckerfabrik” ausschließen. Ein Maßnahmenplan soll bis zum 1. November 2015 den Kreisbehörden vorgelegt werden. Die Landrätin unterrichtet den Kreistag über die Fortschritte diesbezüglich.

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