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Windradbesteigung

Wie funktioniert ein Windpark, wie ein Windrad? Alle, die sich ein eigenes Bild machen wollen, laden wir zur Besichtigung und Besteigung eines Windrades im Windpark Mistorf-Groß Schwiesow ein.
Im Inneren des Windrades geht es an einer senkrechten Leiter hoch bis zur Gondel in 80m Höhe. Diese ist so groß wie ein Bus und bietet 20 Personen Platz. Dort erläutert Johann-Georg Jäger, Sprecher des Landesverbandes der Grünen MV, Funktion und Technik des Windrades. Der Aufstieg dauert ca. 30 Minuten und ist für Kinder ab 10 Jahren und für alle Menschen mit entsprechender Konstitution geeignet.

Ein Ereignis, das es nicht alle Tage gibt!

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Daher ist eine Anmeldung unbedingt erforderlich: info(at)gruene-vg.de oder persönlich bzw. telefonisch im Grünen Büro Greifswald. Die Besteigung ist kostenlos, die Anreise erfolgt auf eigene Faust. Bei Bedarf helfen wir bei der Organisation von Fahrgemeinschaften ab Greifswald.

Wann: 10. Juni, 11Uhr
Wo: Windpark Mistorf-Groß Schwiesow
Eintritt frei, Anmeldung unter info(at)gruene-vg.de

Bildquellen

  • Windradbesteitung_10.Juni: pixum.de
Kristin Wegner

Kommunale Einspruchsmöglichkeiten im Fracking-Gesetz: Kreistag Vorpommern-Greifswald beschließt wichtigen Antrag, den die „Große Koalition“ im Kreistag Vorpommern-Rügen abwiegelt

Kommunale Einspruchsmöglichkeiten im Fracking-Gesetz:
Kreistag Vorpommern-Greifswald beschließt wichtigen Antrag, den die „Große Koalition“ im Kreistag Vorpommern-Rügen abwiegelt

Das Bundeskabinett stimmt momentan ein Reglungspaket für die umstrittene Fracking-Technologie zur Erdöl- und Erdgas-Förderung ab. Neben der Bundestagsopposition wächst auch in den Regierungsfraktionen der Widerstand gegen den vorgelegten Entwurf.

Teil des Reglungspakets ist eine faktische Abschaffung der Einspruchsmöglichkeiten durch die kommunalen Wasserbehörden, sowie der Naturschutzbehörden. Um einem in diesem Sinne inakzeptablen Fracking-Gesetz entgegenzuwirken, hat der Kreistag Vorpommern-Greifswald am 15. Dezember 2014 auf Antrag der Fraktion SPD/ GRÜNE die Landrätin beauftragt, dem Reglungspaket zu widersprechen. Darüber sollen Verbände, Landes- und Bundesministerien in Kenntnis gesetzt werden.

In Vorpommern-Rügen, wo Fracking zur Erdölförderung in Saal eingesetzt wird, votierte der Kreistag hingegen gegen einen gleichlautenden Antrag der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen. Vorher hatte die Verwaltung abgewiegelt, sie sähe in dem Entwurf keine Beschränkung der kommunalen Einspruchsmöglichkeiten. „Mit der Einvernehmens-Klausel müssten die Landesbehörden die Untere Wasserbehörde nur noch anhören, nicht aber deren Einspruch befolgen. Untere Naturschutzbehörden müssten nicht einmal mehr beteiligt werden,“ erklärt dazu Fraktionsvorsitzende Claudia Müller. „Umso weniger Verständnis haben wir für das Desinteresse der ‚Großen Koalition‘ im Landkreis. Sie scheint bereit, unsere letzten kommunalen Einspruchsmöglichkeiten bei dieser umweltpolitischen Zukunftsfrage kampflos aufzugeben.“

Kristin Wegner, Grünes Mitglied im Kreistag Vorpommern-Greifswald, ergänzt: „Das unser Kreistag sich der Dramatik der Reglungen um Fracking bewusst ist, stärkt uns als Region. Wir hätten uns einen Beschluss auch aus Vorpommern-Rügen gewünscht. Der Schutz für die Menschen, die Gesundheit und unser Wasser muss in letzter Instanz immer von den Kommunen selber umgesetzt werden können.“

Hintergrund:
Die Bundesregierung will nach nunmehr drei Jahren Konsultation der umstrittenen Fördermethode Fracking einen „stabilen Rechtsrahmen“ geben, anstatt ein konsequentes Verbot zu erlassen. Dabei trifft sie nicht viel mehr als rechtliche Klarstellungen für Schutzgebiete, die bereits jetzt vor solchen Eingriffen geschützt sind. Zusätzlich wird mit dem Gesetz klargestellt, dass in weiten Teilen Deutschlands gefrackt werden darf, auch in Mecklenburg-Vorpommern und in den Landkreisen Vorpommern-Rügen und Vorpommern-Greifswald.
Der Entwurf eines Fracking-Gesetzes (Stand 19.11.2014) sieht eine weitestgehende Entmachtung kommunaler Einspruchsmöglichkeiten bei der Genehmigung von Fracking-Maßnahmen vor. Kommunale Wasserbehörden hätten nur noch die Möglichkeiten einer Stellungnahme, nicht eines Einspruchs. Untere Naturschutzbehörden könnten beratend angefragt werden, eine Beteiligung wäre aber nicht vorgeschrieben. Einsprüche auf kommunaler Ebene gegen die Fracking-Maßnahmen wären damit weitestgehend beschränkt, obwohl die Bevölkerung, Wirtschaft, Natur und Umwelt vor Ort direkt betroffen sind.
Obwohl die Beteiligung der Verbände und Landesregierungen seit dem 8. Dezember 2014 geplant war, steckt der Entwurf in der Abstimmung zwischen Umwelt- und Wirtschaftsministerium sowie dem Kanzleramt fest. Neben der Bundestagsopposition haben auch mehr als 100 Abgeordnete der CDU und SPD angemeldet, diesen Entwurf nicht in ein Gesetz bringen zu wollen. Dabei geht es unter anderem um Umweltauflagen und die Einstufung von Vorkommen.

„Energiewende nicht kentern lassen“

Grüne aus Vorpommern-Rügen und Vorpommern-Greifswald bei der Energiewendedemo in Berlin am 10.5.2014
Grüne aus Vorpommern-Rügen und Vorpommern-Greifswald bei der Energiewendedemo in Berlin am 10.5.2014
Grüne aus Vorpommern-Rügen und Vorpommern-Greifswald machen in Berlin auf Erdölförderpläne am Bodden aufmerksam

Die Bundesregierung bremst die Energiewende aus, werden die Pläne das Erneuerbare Energien Gesetz zu novellieren, umgesetzt. Deshalb sind am 10. Mai in Berlin ca. 12000 Menschen für einen schnellen Ausstieg aus der Atomenergie, für ein Ende des Braunkohleabbaus, gegen riskante Erdgas- und Erdölförderung und für eine Dezentralisierung und Demokratisierung der Energieversorgung auf die Straße gegangen. Die Energiewende muss zügig und konsequent umgesetzt werden!
Auch Mitglieder aus den GRÜNEN Kreisverbänden Vorpommern-Rügen und Vorpommern Greifswald waren dabei, und haben insbesondere auf die aktuellen Pläne, in Saal am Bodden mit der umstrittenen Methode des Hydraulic Fracturing in Horizontalbohrungen Erdöl zu fördern, aufmerksam gemacht. In Saal wird höchstwahrscheinlich Ende Mai zum ersten Mal seit drei Jahren in Deutschland wieder gefrackt. Nähere Informationen dazu finden sich hier .

Grüne aus Vorpommern Rügen und Vorpommern-Greifswald am 10.5.2014 in Berlin bei der Energiewendedemo
Grüne aus Vorpommern Rügen und Vorpommern-Greifswald am 10.5.2014 in Berlin bei der Energiewendedemo

Bildquellen

  • 2014-05-10 14.24.14: fcze
  • 2014-05-10 14.24.43: fcze

„Energiewende nicht kentern lassen!“

Gemeinsam am 10. Mai nach Berlin zur Energiewende Demo

Die große Koalition im Bund bringt mit ihrem Gesetzentwurf zur Reform des Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) die Energiewende in Gefahr. Darum lasst uns gemeinsam mit vielen Gleichgesinnten nach Berlin fahren und für eine echte Energiewende demonstrieren. Zum Aufruf geht es hier.
Wir treffen uns um 10:30 Uhr am Greifswalder Bahnhof und fahren über Anklam und Pasewalk nach Berlin. Der Preis für ein Gruppenticket für die Bahn kann vom Kreisverband Bündnis 90/ Die Grünen übernommen werden.

Anmeldungen bitte an kristin.wegner@gruene-vg.de bis Freitag abend.

Sonne und Wind statt Fracking, Kohle und Atom!