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„Hanse-Kinder“: Kostentransparenz und gerechte Hortgebühren

Alexander Krüger
Alexander Krüger

Es sind auf den ersten Blick unschöne Nachrichten, die der Eigenbetrieb Hanse-Kinder nach den Platzkostenverhandlungen im Februar bekannt geben musste. Noch einmal sollen die Platzkosten kräftig steigen, dieses Mal besonders stark in den Horten. Die Gründe dafür sind jedoch andere als in der Vergangenheit. So muss der Eigenbetrieb nun, wie alle anderen Träger auch, für alle seine Horte die Nutzung der Schulgebäude und der Außenflächen bezahlen. In den Jahren vor dem Eigenbetrieb konnten für diejenigen Horte, die sich auf Schulgelände befanden, diese Mieten über das Schulamt abgerechnet werden. Beim Hort Kunterbunt jedoch mussten die Eltern diese Kosten tragen.

Durch den Eigenbetrieb wird nun Kostentransparenz hergestellt. Folgerichtig führen dann aber diese „Altlasten“ dazu, dass die Hortkosten durch die gerecht umgelegten Mieten deutlich in die Höhe getrieben werden.

Alexander Krüger: „Damit diese Kostengerechtigkeit nicht zu Lasten der Eltern geht, wollen wir die Hortkosten in den Horten „Kunterbunt“ und „Spatzentreff“, die jetzt mit 105 bzw. 106 Euro angesetzt sind, auf 93 Euro deckeln. Daher haben wir gemeinsam mit der SPD eine entsprechende Beschlussvorlage für die Bürgerschaft eingebracht.“ „Hanse-Kinder“: Kostentransparenz und gerechte Hortgebühren weiterlesen

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Qualitätssicherung in den KiTas: Fraktion GRÜNE/ok bringt 5-Punkte-Programm ein

Die Greifswalder Kitas sind noch nicht dort, wo sie sein sollen. Eltern und Erzieherinnen haben ganz konkrete Vorstellungen, was noch verbessert werden muss. Und immer wieder droht die Gefahr, dass die Betreuungsqualität aus finanziellen Gründen verschlechtert wird.

Deswegen wird die Fraktion GRÜNE/ok in die nächste Bürgerschaft ein „5-Punkte-Programm zur Qualitätssicherung an den KiTas“ einbringen. Die Verbesserung des Personalschlüssels, weniger Wechsel während des Tages bei den Erzieherinnen, eine bessere Gestaltung des Übergangs von der Kita in die Grundschule sowie eine stetige Evaluation der Arbeit in den Kitas sind die zentralen Punkte des Programms.

Da das 5-Punkte-Programm mit Erzieherinnen, Trägern von Einrichtungen sowie Elternvertretern abgestimmt worden ist und das Jugendamt bereits seine Zustimmung signalisiert hat, sind die Greifswalder GRÜNEN sicher, dass die anderen Fraktion dem Programm ihre Zustimmung geben werden.

Beschlussvorlage

5-Punkte-Programm zur Qualitätssicherung an den KiTas der Universitäts- und Hansestadt Greifswald

  1. Personalschlüssel bei der KiföG-Novelle M-V: Die Universitäts- und Hansestadt Greifswald unterstützt die Bestrebungen auf Landesebene, in der für dieses Jahr geplanten KiföG-Novelle den Personalschlüssel der KiTas zu Gunsten der Betreuungsqualität zu verbessern.

  1. Personalschlüssel in Greifswald: Die Vorgaben des KiföG M-V bezüglich des Personalschlüssels sind als Mindeststandards in den städtischen KiTas und in den KiTas in freier Trägerschaft einzuhalten. Der Personalschlüssel muss mit einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Anwesenheitszeiten der Kinder und der ErzieherInnen berechnet werden. Es dürfen nicht einseitig Fehlzeiten der Kinder eingerechnet werden.

Die Stadt strebt mittelfristig an, den Personalschlüssel in der KiTa-Satzung zu Gunsten der Betreuungsqualität zu verbessern.

In den Personalschlüssel muss ausreichend Zeit für die Vorbereitung, Nacharbeit, Dokumentation und Elternarbeit der ErzieherInnen einfließen.

Eine Kürzung des Personalschlüssels ausschließlich aus haushaltstechnischen Gründen ist abzulehnen, da sie sich aus pädagogischer Sicht nicht rechtfertigen lässt.

  1. Qualitätssicherung im KiTa-Alltag: Es muss sicher gestellt werden, dass die Kinder einer Gruppe während der Kernzeiten der Ganztagsbetreuung (8.00 – 16.00 Uhr) von nicht mehr als 2 ErzieherInnen betreut werden. Die Betreuung durch mehr als 2 ErzieherInnen muss der Ausnahmefall sein. Die Aufteilung von Gruppen wegen Fehlzeiten der ErzieherInnen ist zu vermeiden.

Deshalb muss auch die Stadtverwaltung gezielt und schnell auf angeforderte Stundenumlegungen reagieren, wenn es die Situation in einer KiTa erfordert.

  1. Vorschuljahr: Die Universitäts- und Hansestadt Greifswald wirkt auf Landesebene darauf hin, dass die Finanzierung der vorschulischen Bildung auf Grundlage der konkreten Anzahl der Kinder, die tatsächlich am Vorschuljahr teilnehmen, berechnet wird und nicht mehr auf Zahlen aus dem vorvergangenen Jahr beruht. Nur so ist das sogenannte „kostenlose Vorschuljahr“ in vollem Umfang zu gewährleisten.

Während des Vorschuljahres wird durch Elterngespräche sowie einen über das gesamte Jahr verteilten regelmäßigen Austausch mit der Grundschule, die dem Sozialraum der KiTa zugeordnet ist, ein reibungsloser Bildungsübergang der Vorschulkinder gewährleistet. Hierfür ist eine ausreichende Stundenzahl für die ErzieherInnen der Vorschulkinder mit Beginn des Vorschuljahres in den Personalschlüssel einzurechnen.

  1. Pädagogisches Profil: Bei der Fortführung der KiTa-Konzeption ist zu überprüfen, welchen Stellenwert die pädagogischen Profile der KiTas für die Eltern bei der KiTa-Auswahl haben. Das Ergebnis ist in der KiTa-Konzeption zu berücksichtigen.

In jedem Fall ist im Sinne der Qualitätssicherung durch regelmäßige Evaluationen in den KiTas sicher zu stellen, dass dort die praktische Umsetzung der pädagogischen Profile nach einem schlüssigen Konzept erfolgt.

Frauke Fassbinder, Anja Reuhl, Michael Steiger