Schlagwort-Archive: Fischsterben

Strafanzeige gegen Genehmigungsbehörden der Anklamer Bioethanolfabrik

Bündnisgrüne: „Ethanolkatastrophe darf sich nicht wiederholen“

Am 10. April hat der Kreisverband BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN bei der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg Strafanzeige wegen Behördenversagen im Zusammenhang mit der Ethanolkatastrophe in der Peene Ende August 2015 gestellt.

„Damals sind hunderttausende Liter Ethanol in die Peene bei Anklam geflossen.“ sagt Dr. Torsten Wierschin, Bündnisgrünes Mitglied des Kreisverbands Vorpommern-Greifswald. „Das führte zu einem großen Fischsterben.“
Die Katastrophe hatte überegional für Aufsehen gesorgt und dem Ansehen der Region als Ausflugs- und Tourismusziel geschadet.
Mehrfach hatten Bündnisgrüne danach bei Genehmigungs- und Kontrollbehörden Strafanzeige gegen Genehmigungsbehörden der Anklamer Bioethanolfabrik weiterlesen

Anklamer Ethanol- u. Zuckerfabrik: Mehr als 80.000 Kubikmeter hoch-belastete Abwässer versickern pro Jahr im Grundwasser

Anklam. Jetzt ist die Katze aus dem Sack: Nachdem es in der Vergangenheit immer wieder Hinweise und Befürchtungen gab, dass die Abwasserteiche und Deiche der Ethanol- und Zuckerfabrik Anklam undicht sind und so verunreinigtes Abwasser in Grundwasser und Peene gelangen, hat sich dies nun bestätigt.Schwimmbadblick

Ca. 100.000 bis 150.000 Kubikmeter Abwasser sickern pro Jahr ins Grundwasser. Dies entspricht etwa 200 bis 300 mal der Menge Wasser, die die Anklamer Schwimmhalle fasst. Zu diesen Schlüssen kommen Kristin Wegner, Mitglied des Kreistags Vorpommern-Greifswalds für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Dr. Torsten Wierschin, Bündnisgrüner Vorstand des Kreisverbands Vorpommern-Greifswald. Beide hatten Mitte Oktober Akteneinsicht beim Umweltamt des Kreises vorgenommen, um einen Zwischenbericht eines Gutachtens zur Dichtheit der Deiche zu sichten. Die Erstellung des Gutachtens wurde durch die Behörden von der Ethanol- und Zuckerfabrik Anklam gefordert.  Anklamer Ethanol- u. Zuckerfabrik: Mehr als 80.000 Kubikmeter hoch-belastete Abwässer versickern pro Jahr im Grundwasser weiterlesen

Behörden müssen Gewässerüberwachung konsequent durchführen

Ueckermünde/Greifswald. Und wieder gibt es tote Fische in einem Gewässer in Vorpommern. Diesmal im Ueckermünder Stadthafen, wie der Nordkurier am 1.11.2016 berichtete. Erneut wurden jetzt organisatorische Pannen beim Sichern der toten Fische und der Wasserprobenentnahme bekannt. Die eigentlich zuständige Behörde, das Umweltamt des Landkreises Vorpommern-Greifswald, wurde erst gar nicht informiert, kritisiert der Kreisvorstand BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN.Fischsterben in der Uecker

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Buendnisgruene fordern im Buergerinnen_gespraech zukunftsfaehige Zuckerfabrik.

Verenderter Fisch in der Peene im Oktober 2015
Verendeter Fisch in der Peene im September 2015

Ethanol-Katastrophe darf sich nicht wiederholen.

Die hohe Teilnehmerzahl am von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN organisierten Bürgerinnen_gespräch von ca. 40 Menschen zeigt, dass auch fünf Monate nach der Ethanol-Katastrophe weiterhin großer Redebedarf besteht.

Zu einem konstruktiven Dialog zwischen allen Akteuren aus Zuckerfabrik (ZUFA), Behörden und der Bevölkerung kam es zum Bedauern der Veranstalter nicht, da der Geschäftsführer der ZUFA, Herr Sauer, und der Umweltamtsleiter, Herr Zölfel, kurzfristig absagten.

Dafür nutzen die Anklamer_innen die Möglichkeit mit Corinna Cwielag (BUND M-V Geschäftsführerin), Winfried Wilke (Regionaler Anglerverband Ostvorpommern) und Kristin Wegner, Bündnisgrünes Mitglied im Kreistag, ins Gespräch zu kommen. Buendnisgruene fordern im Buergerinnen_gespraech zukunftsfaehige Zuckerfabrik. weiterlesen

Bürger*Innen-Gespräch zur Zuckerfabrik

Luftbild Zuckerfabrik
Luftbild Zuckerfabrik

Wann: 27. Januar 2016 ab 18Uhr
Wo: Vis-a-Vis, Kleiner Wall 11, 17389 Anklam.

Mehr als vier Monate ist das durch die Zuckerfabrik ausgelöste, große Fischsterben in der Peene her. Seitdem gibt es immer wieder Störungen im Betriebsablauf der Zuckerfabrik.

Der Vorstand von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Vorpommern-Greifswald möchte mit Ihnen die Situation beleuchten. Wir laden deshalb interessierte Bürgerinnen und Bürger zum Gespräch. Dabei wollen wir u.a. der Frage nachgehen, welcher Weg einzuschlagen wäre, um zu einer spürbaren Verbesserung der Lebensqualität zu gelangen.

Diskutieren Sie mit unseren Gästen. Ihre Teilnahme zugesagt haben bereits Vertreter des Regionalen Anglerverbands, Corinna Cwielag (Landesgeschäftsführerin BUND in M-V), Ingolf Zölfel (Leiter Umweltamt, Kreis Vorpommern-Greifswald) sowie Kristin Wegner, Bündnisgrünes Kreistagsmitglied. Es moderiert: Torsten Wierschin, Bündnisgrüner Vorstand.

Das öffentliche Gespräch findet am Mittwoch, den 27. Januar 2016 um 18Uhr in Anklam, Kleiner Wall 11 im Hotel & Restaurant Vis-a-Vis statt.

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Chemiekatastrophe in der Peene: erste Akteneinsichtnahme

f1Wegen u.a. der vielen Reaktionen aus der Bevölkerung auf unseren Tweed

und der sich daraus ergebenen Fragen bzgl. zu sichtendem Materials, haben wir das StALU in Stralsund gebeten, die Akteneinsicht auf den 17. November 2015 zu verschieben. Chemiekatastrophe in der Peene: erste Akteneinsichtnahme weiterlesen

Nach dem Fischsterben in der Peene: Fragen an StALU und Untere Wasserbehörde

Ursel Karlowski
Dr. Ursel Karlowski

:UPDATE die Behörden überwachen den Chemiebetrieb in dieser Richtung nicht, Antworten siehe unten:

In der Anklamer Bioethanol-Anlage wird ein Wasser-Ethanol-Gemisch mittels azeotroper Destillation getrennt, um möglichst reinen Ethanol zu erhalten. Dabei kommen sogenannte Schleppmittel zum Einsatz, häufig Toluol. Das Ethanol-Endprodukt  wird nach seiner Gewinnung vergällt. In der EU sind verschiedene Vergällungsmittel für Ethanol zugelassen:

Ethyl-tert-butylether (ETBE, für Kraftstoffe)
Methylethylketon (2-Butanon)
Isopropylalkohol (2-Propanol)
Denatoniumbenzoat

Diese Chemikalien sind mitsamt gesundheitsschädliche Gefahrenstoffe, wenn sie in die Umwelt gelangen.

Folgende Frage wurde von Ursel Karlowski (MdL) an das StALU Stralsund und die Untere Wasserbehörde in Anklam gestellt. Die Antwort werden wir hier veröffentlichen:

Wurden die Abwässer auf dem Fabrikgelände und/oder das Wasser der Peene im betreffenden Zeitraum auf Produkte untersucht, die neben dem Zielprodukt (also Ethanol) ebenfalls bei der Produktion Ethanol aus Zuckerrüben anfallen? Nach dem Fischsterben in der Peene: Fragen an StALU und Untere Wasserbehörde weiterlesen

Nach der Chemiekatastrophe im Peenetal: Fragen an die Landrätin

Kristin Wegner
Kristin Wegner

Folgende Fragen haben wir am Montag, 5. Oktober 2015 im Kreistag, öffentlich an die Landrätin gestellt. Nach und nach veröffentlichen wir hier die Antworten.

Frage 1: Hätte mit dem aktuellen Messregime von 6 Proben im Jahr, die Havarie überhaupt zeitnah erkannt werden können?

Antwort 1: Nein. Die Behörden testeten 2x im Monat bei Niederschlagsereignissen an den Einleitestellen, allerdings nicht an der Kläranlage/Schönungsteich. Das StALU Stralsund testet die Peene 6x im Jahr, allerdings nur im ca. 500 Meter entfernten Anklamer Hafen. Eine aktuelle Verfügung seitens der Behörden an die Betreiberin der Ethanolanlage, die Sugar Uni GmbH, soll jetzt die Beprobung der Einleitestellen in die Peene verbessern.

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Nach dem Fischsterben in der Peene: Schutz für Mensch und Umwelt

Cornelia Kampe
Cornelia Kampe

:Update: Unser Ergänzungsantrag wurde in die nächste Ausschussrunde verwiesen.

Maßnahmenpaket für die Anklamer Zuckerfabrik
Den nachstehenden Ergänzungsantrag zum Antrag der CDU (Vorlage 107/2015) werden die drei Bündnisgrünen Kreistagsmitglieder Kristin Wegner, Conny Kampe und Waldemar Okon auf der Kreistagssitzung, kommenden Montag  05.10.2015, einbringen:

Die Landrätin wird aufgefordert:

  1. sich bei der Bioethanol GmbH, dem StALU Stralsund und der Landesregierung für die Einhaltung der rechtlichen Genehmigungen in der Weise einzusetzen, dass schnellstmöglich bauliche und technische Maßnahmen ergriffen werden, die ein erneutes Abfließen von (toxischen) Schadstoffen in öffentliche Gewässer vom Gelände der “Zuckerfabrik” ausschließen. Ein Maßnahmenplan soll bis zum 1. November 2015 den Kreisbehörden vorgelegt werden. Die Landrätin unterrichtet den Kreistag über die Fortschritte diesbezüglich.

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Fischsterben in der Peene: in der Chemiekatastrophe ringt Landwirtschaftsminister Backhaus (SPD) um Deutungshoheit

Kristin Wegner und Bündnisgrüner Kreisvorstand: Wozu dienen Rohrverbindungen zwischen Ethanoltanks und dem Regenwasserabflusssystem der Anklamer Zuckerfabrik?

IMG_20150916_090207Gestern hat Landwirtschaftsminister Till Backhaus in die Anklamer Zuckerfabrik zur Eröffnung der diesjährigen Zuckerrübenernte geladen. Dieses Jahr stand jedoch die Vergiftung tausender Fische durch unkontrolliert in die Peene gelangter Chemikalien im Vordergrund. Angereist waren Vertreter_innen der Presse, der Kommunal- und Landespolitik.
Für die Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN war Ursula Karlowski vor Ort, außerdem kamen Kristin Wegner, bündnisgrünes Mitglied des Kreistags und Mitglied des Umweltausschusses sowie Torsten Wierschin, Kreisvorstand BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Vorpommern-Greifswald. Fischsterben in der Peene: in der Chemiekatastrophe ringt Landwirtschaftsminister Backhaus (SPD) um Deutungshoheit weiterlesen