Der tägliche Grund, GRÜN zu wählen (29)

Diesmal: Keine Kniefälle vor maßlosen Investoren

Ein schönes Beispiel für Maßlosigkeit zweifelhafter Investoren lieferte am Montag die OZ. Für die Bebauung des Wohngebiets Hafenstraße fordert Douglas Fernando für die „Avila Gruppe“ allen Ernstes erstens Ratenzahlung, zweitens, dass die Stadt mithilft, einen anderen Grundstückseigentümer „abzudrängen“. Drittens ist ihm der Preis, bekanntlich ohnehin schon ein absurdes Schnäppchen, zu hoch.

Die gute Nachricht: Die Stadt möchte da bis jetzt nicht mitspielen. Damit das so bleibt, brauchen wir in der Stadt und auch künftig im Kreis und im Land genügend Leute in den Parlamenten, die nicht jedes Spiel mitspielen.

Wir wollen nicht, dass die Interessen der Bürgerinnen und Bürger in Greifswald und anderswo weniger wert sind als die Profitwünsche irgendwelcher Investoren. Wir möchten, dass Stadt und Region sich behutsam entwickeln, wir wollen keine Stadt- und Regionalentwicklung als Selbstzweck. Dort, wo Veränderungen anstehen, ist es wichtig, dass die Verwaltung einen Dialog mit den Betroffenen Bürgerinnen und Bürgern herstellt und zu Lösungen kommt, die von den Nachbarn akzeptiert werden können.

Im konkreten Fall möchten wir den Ausverkauf Greifswalds an das Petruswerk der „Avila Gruppe“ stoppen, die Stadt soll die Grundstücke an den Wurthen selbst veräußern. Für alle anderen Fälle überzogener Investorenwünsche gilt sinngemäß dasselbe.

6 Kommentare bei „Der tägliche Grund, GRÜN zu wählen (29)“

  1. Wie wär’s mal mit: Der tägliche Grund, gar nicht mehr wählen zu gehen!!!

  2. Hallo Andreas,
    ich versteh zwar den zusammenhang nich, mach mal bitte hier einen Vorschlag !

    Gruss Michael

  3. Hallo Andreas,

    Warum sollte es Gründe geben nicht wählen zu gehen?
    Es ist zwar nicht alles Gold was glänzt und es gibt vieles was geändert werden muss. Jedoch gibt es auch viele gute Dinge.
    Wer nicht wählen geht, sollte auch nicht meckern. Jede nicht abgegeben Stimme ist eine für die später Regierenden. Ich rufe auf: Geht wählen, den nicht wählen ändert nichts!!!!

  4. Und was ändert „Wählen“?

    Wer nicht wählen geht, sollte auch nicht meckern.

    Meine Sicht,:

    Sehen Sie sich ihre Spitzenpolitiker genau an, Trittin, Roth und auch der Herr von Atlantik Brücke e.V C. Özdemir.
    Lesen Sie, wer diesen feinen Verein sponsert.

    Was mich kürzlich am meissten abstiess, war die Empörung der Grünen zu dem Panzerdeal mit Saudi Arabien.

    Hierzu will ich einen Artikel aus Neue Rheinische Zeitung empfehlen: „Wider die Heuchelei der Friedensverräter“

    Und nun will ich Ihnen mitteilen, wie ich die Parteien inzwischen sehe:
    Sind sie an der Macht, in der Regierung, machen sie viele Dinge, die sie, sind sie in der Opposition, bei anderen kritisieren.
    Das trifft auch für die Waffenlieferung an Saudi Arabien zu.
    Und nun aus meiner Sicht der Grund, warum es so viele Nichtwähler gibt. Sie fühlen sich schlichtweg veräppelt.
    Ich könnte noch etliche Themen aufzählen, vor allem die Auslandseinsätze.

    Ich kann mir beim besten Willen nicht erklären, wie man mit Bomben und all den gefährlichen Geräten Frieden schaffen will.

    Hartz IV war ein Fehler, stand öfter hier im Blog.
    Das glaube ich nicht, sondern, es war bewusst von der damaligen Regierung eingeführt. Sie wusste genau, dass mit der Globalisierung viele deutsche Arbeitsplätze wegfallen.

    1. Hallo G. Bieck,

      danke für Ihren Kommentar.

      Wie bereits erwähnt, ist nicht alles Gold was glänzt. Ich denke die Menschen in unserem Land sind in der Lage einzuschätzen, durch welche Partei ihre Interessen am besten vertreten werden. Sollten sie keiner Partei vertrauen, besteht immer die Möglichkeit einen Ausweg zu finden. Beispielsweise kann man sich zu Bürgerlisten zusammengeschliessen bzw. man gründet Wählervereinigungen oder gar eine eigene Partei. Dann kann der oder die Jenig_e wenigstens versuchen etwas zu ändern.

      Für Politiker_innen sollte der Leitsatz gelten: Politik ist Dienstleistung an den Bürger_innen unseres Landes und nicht umgekehrt. Ich glaube, dass das möglich ist. Wer zuhört, versteht und die richtigen Schlüsse zieht, kann gute und bürger_innennahe Politik machen. Teilhaben lassen und nicht Macht auskosten, das ist dabei wichtig. Immer vor dem Spiegel stehen können und sich fragen: Wo komme ich her und bin ich noch ich selbst?

      Ich bin der Auffassung, dass alles was nicht richtig abläuft öffentlich gemacht und thematisiert werden muss.
      Zum Panzerdeal finde ich es richtig, dass nicht ein kleiner Teil der deutschen Politik diese Entscheidungen trifft, sondern das Parlament. Wird dieses aussenvorgelassen, muss es zu einem Aufschrei führen. Egal aus welcher Partei.

      Zur Aussage: Wer nicht wählen geht sollte auch nicht meckern!
      Ich denke ich habe ausgeführt, was dadurch bewirkt
      wird, wenn nicht wählen gegangen wird. Nämlich
      nichts und meckern führt auch zu keiner Veränderung.

      Ich gehe seit meinem 18. Lebensjahr zur Wahl. Ich halte es für eines der wichtigsten Rechte überhaupt.

  5. Stefan Fassbinder sagt: Antworten

    Wählen ist wie Zähneputzen. Macht man’s nicht, wird’s braun.

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