Ein paar Fragen zur Verantwortung im Sport

Das sportliche Medaillenzählen in London wurde letzten Donnerstag bekanntlich dadurch gestört, dass das Antifa-Portal „Kombinat Fortschritt“ auf die Beziehung der für das DOSB-Team startenden Rudererin Drygalla zu einem Menschen hinwies, dessen Verbindungen zur Rostocker Neonaziszene offensichtlich sind.
Mittlerweile geht es hauptsächlich darum, inwieweit die zwischenzeitlich erfolgte Distanzierung der Sportlerin und ihres Freundes glaubwürdig und ausreichend ist. Ich habe da meine Zweifel und stehe damit nicht allein, wie etwa die Beiträge bei Tagesschau oder Nordkurier belegen. Die beste Zusammenfassung stellen die durch die Süddeutsche Zeitung aufgeworfenen Fragen dar.

Ein wenig in den Hintergrund tritt dabei die Frage, wie es überhaupt soweit kommen konnte, dass diese Fragen nicht im Vorfeld der Nominierung und der Wettkämpfe hinreichend untersucht und geklärt werden konnten.

Die Sportlerin hatte, auch das ist inzwischen allgemein bekannt, ihre Ausbildung bei der Polizei abgebrochen, nachdem ihre Verbindungen ins Neonazimilieu dort bekannt wurden. Davon wusste auch der zuständige Innenminister Lorenz Caffier (CDU).
Caffier ist als Minister neben der Innenpolitik auch für den Sport verantwortlich. Er hat sich diese Zuständigkeit ausdrücklich gewünscht, auch da er als langjähriges Präsidiumsmitglied des Landessportbundes (LSB) mit den Themen wie den handelnden Personen vertraut ist. Dagegen ist nicht viel einzuwenden, zumal es eine „logische“ Zuordnung für den Sportbereich nicht gibt.
Ein „kurzer Draht“ kann manchmal in der Politik von Nutzen sein. Nur: hier hat er anscheinend nicht das gebracht, was wünschenswert gewesen wäre.
Aber nun weist Caffier, bei dessen Person nun alle wesentlichen Informationen zusammenliefen, sämtliche Verantwortung für den Fall Drygalla von sich und schiebt ihn den Sportverbänden zu. Schließlich habe er den Landessportbund ja auch informiert.

Und genau hier beginnt das Problem: Denn die bloße „Information“ reicht in einem solchen heiklen Fall eben nicht aus. Denn sie setzt voraus, dass auf Seiten des Landessportbundes und des Ruderverbandes ein entsprechendes Problembewusstsein anzutreffen ist, das zu einer umfassenden Untersuchung der anstehenden Fragen im Vorfeld geführt hätte. Das fehlte hier aber offenkundig. Erkennbar wird das daran, dass dieselbe Information nicht an den DOSB, der die Gesamtverantwortung für seine Olympiateilnehmer_innen trägt, weitergeleitet wurde.
Und an dieser Stelle muss auch ein Sportminister handeln und einfordern, dass eine auch für die Öffentlichkeit nachvollziehbare Klärung im Vorfeld stattfindet. Genau dafür ist ein Sport-Politiker da, sonst bräuchten wir die Funktion des Sportministers nicht. Es hätten ihm mehrere Möglichkeiten zur Verfügung gestanden, die die Autonomie des Sports respektiert hätten. Wahrscheinlich hätte schon die Androhung demonstrativer Distanz durch Verzicht auf das gemeinsame Gruppenphoto von Sport und Politik mit den 15 in London startenden Sportler_innen aus Mecklenburg-Vorpommern ausgereicht. Ein dezenter Hinweis darauf, dass der Einsatz des Ministers für das durchaus beachtliche Niveau der Sportförderung im Lande nicht selbstverständlich ist, wäre die nächste Karte gewesen.

Letztlich ist die naive Haltung der Sportverbände, die sich jetzt offenbart, auch Folge eines langfristigen strategischen Fehlers. Denn verbale Erklärungen und Bekenntnisse sind an sich noch wenig glaubwürdig und hilfreich. Um rechte Einstellungen rechtzeitig erkennen zu können, ist ein tieferes Verständnis erforderlich. Es mangelt jedoch an Aufmerksamkeit gegenüber schleichenden Grenzüberschreitungen zu den Parolen der Rechten. Die Taktik der formalen Bekenntnisse ersetzt nicht den langen Weg, der zu gehen ist, um diese Aufmerksamkeit in der Gesellschaft durchzusetzen. Ein interessantes Fundstück hierzu liefert ein fünf Jahre alter Artikel der Tageszeitung. Schon damals warnten Initiativen und grüne Politiker vor den Problemen der Neonazi-Bekämpfung „von oben“.

Der Fall Drygalla hat viel mit der Politik in Mecklenburg-Vorpommern zu tun.

21 Kommentare bei „Ein paar Fragen zur Verantwortung im Sport“

  1. Der Fall Drygalla hat viel mit der Politik in Mecklenburg-Vorpommern zu tun.

    Der Fall Agenda 2010 hat auch viel mit der Politik zu tun und nicht nur in Mecklenburg-Vorpommern! Die gut situierten Grünen im Land, die brauchen ja den sozialen Schnick Schnack auch nicht.

    Was soll also dieses künstliche Geschrei um die junge Frau?

    Wer frei von Sünde ist, der werfe den ersten Stein.

  2. Tja, lieber Herr K.K. -Liebe macht bekanntlich mitunter blind und dass die junge Frau wie eine Sau von den Medien (und diesem Grünen Blog) durch ganz Deutschland getrieben wird, hilft ihr nicht, für sich eine Entscheidung zu treffen. Das kann genau ins Gegenteil umschlagen.
    Hoffentlich findet sie am Ende nicht nur noch bei den Nazis ihr Seelenheil, weil alle anderen (Demokraten) sie verstossen.

    Vielleicht hätte sie es ja doch noch geschafft, den jungen Mann gänzlich umzukrempeln.

    Manchmal gibt es zwischen zwei Menschen noch Wunder.

    Nun gut, es ist wie es ist, die Medien haben Ihre Story und K.K. profiliert sich gegen Nazis.

    Ich erinnere mich bei diesem Eintrag an die DDR-Zeit.
    Da wurden Leute aus bestimmten Bereichen entlassen, weil sie sich heimlich mit dem Bruder oder der Schwester oder anderen Verwandten aus dem Westen trafen.

    Noch etwas zu der jungen Sportlerin. Wenn sie in einem Interview aussagt, dass sie sich von dem rechten Gedankengut distanziert, dann muss man ihr das auch glauben, solange ihr nichts anderes nachgewiesen werden kann.

    „Ihre Beziehung sei nicht mehr fröhlich gewesen. Sie habe daher auch an Trennung gedacht“ – Zitate aus der Süddeutschen.

    Das sind Einträge….

    Wie wäre es damit?
    Etwas, was wirklich zu verurteilen ist: An kleinen Jungs wird rumgeschnippelt. Das nennt sich Relegion.
    Lieber nicht, sonst ist man als Grüner gleich ein Antisemit…
    und da ist es doch viel einfacher im Fall Drygalla, wenn schon so viele treten, gleich nachzutreten.

  3. Das Kalte Land

    Sibirien? Syrien? Nein, gemeint sind wir. „Kaltes Land“. Gegen die Verrohung der Bundesrepublik. Für eine humane Demokratie” – so heißt das aufrüttelnde Buch

    Dagegen ist der „Fall“ Drygalla ein Fliegenschiss!

    http://hannesnagel.de/?p=1380

  4. Artikel 5 Grundgesetz

    (1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. …

    Diese Diskussion zeigt wie weit wie in D schon wieder sind. Man kann nicht behaupten, die Väter des Grundgesetzes hätten nicht versucht solche faschistoiden Vorgänge wie den Fall um Drygalla zu verhindern.

    Und diese Lächerlichkeit, erst eine Distanzierung zu verlangen und sobald diese dann erfolgt ist das Ganze als unglaubwürdig zu bezeichnen.

    Ist hier nur ein Einziger, der mir erklären kann welcher Vorwurf Drygalla zu machen ist?

  5. Ja! Drygalla lebt seit Jahren mit einem militanten Neonazi zusammen und repräsentiert gleichzeit Deutschland bei einem internationalen Großevent. Ich stoße mich dabei übrigens nicht an Fischers NPD-Mitgliedschaft.

    „Faschistoid“ ist für den Fall Drygalla auf jeden Fall das falsche Wort!

  6. Das was das Fleischervorstadt-Blog sagt.

    Außerdem: Es gibt ja erheblichen zweifel, ob Fischer tatsächlich kein Nazi mehr ist. Sollten sich die Zweifel bestätigen, hätte sie gelogen.

  7. DRYGALLA-AFFÄRE
    Schluss mit der Gesinnungsschnüffelei

    Nur einen guten Grund hätte es gegeben, Nadja Drygalla aus dem olympischen Team zu verbannen: Wenn die Ruderin selbst Nazi-Parolen benutzt hätte. Drygalla in Sippenhaft für ihren Freund zu nehmen, öffnet der Gesinnungsschnüffelei Tür und Tor. Ein Kommentar.

    http://www.fr-online.de/meinung/drygalla-affaere-schluss-mit-der-gesinnungsschnueffelei-,1472602,16825094.html

  8. Das Wort „Gesinnungsschnüffelei“ gefällt mir in diesem Zusammenhang gar nicht. Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, das ist ja keine Einstellung, die man einfach so ablegt oder mit der man einfach ist (zusammen) leben kann.
    Das Wort „Sippenhaft“ ist gleich in mehrfacher Hinsicht falsch. Abgesehen davon, dass Drygalla ja (leider) nicht vor ihrem Wettkampf aus London abgezogen wurde und ihr von Seiten des Verbands dort der Rücken freigehalten wurde, sind die beiden auch nicht verheiratet.
    Wenn das Gegenteil von Sippenhaft heißt, dass eine Sportlerin, die repräsentative Aufgaben auf einem internationalen Wettstreit erfüllt, nicht dafür kritisiert und an der zukünftigen Erfüllung dieser Rolle gehindert werden kann, weil sie eine dauerhafte Beziehung mit einem Rechtsmilitanten führt, dann bin ich doch eher für Sippenhaft und Pressefreiheit.
    Kombinat Fortschritt haben ja sehr detailliert dokumentiert, wie Drygallas Partner gemeinsam mit anderen Kameraden die Gedenkveranstaltung zu Ehren des NSU-Opfers Turgut gestört und dabei auch die Polizei angegriffen haben. Am 1. Mai trat ihr Partner während einer NPD-Demo nochmal als Anti-Antifa-Fotograf in Aktion, zwischendrin machte er Fotoshootings mit jungen Mädchen (mit „White Power“-Shirt) und schrieb auch noch im Juni für das rechtsextreme Portal Mupinfo.

    Dieses Ausstiegsgebrabbel ist mir zu wenig, die Kommunikation mit der Öffentlichkeit finde ich wenig überzeugend und sehr salamitaktisch — beinahe wie schlecht PR-beraten.
    Sich von der NPD distanzieren ist das eine, das ist mir aber relativ egal. Sich von den Einstellungen zu distanzieren, das wäre richtig und wichtig gewesen.

  9. @Frank

    Verdrehe bitte nicht die Tatsachen. Die Sportlerin wurde nicht verbannt, sondern ist nach einem Gespräch freiwillig gegangen.

    Das stimmt schon in der FR nicht.

  10. Ja sicher, nachdem die Sportfunktionäre ihr ins Gewissen geredet haben, da ist sie gaanz sicher „freiwillig“ gegangen. Zu DDR Zeiten hat Stasi auch vielen ins Gewissen geredet und viele haben aus Angst „freiwillig“ mitgemacht.

    Diese Demokratur ist genauso wenig sauber, wie die vergangene.

  11. Also gibt es Drygalla nichts vorzuwerfen. Außer, dass ihr Freund sein Leben so lebt wie es angeblichen Demokraten nicht passt. Danke Herr Sellering für die klaren Worte. Faschistoid passt doch prima zu dem Fall. Wie Drygalla für das Verhalten eines anderen Menschen Zeiten. Und immer wenn der Name Drygalla mit dem Wort „NSU Morde“ im selben Text steht zeigt sich wie wenig man Drygalla doch vorwerfen kann. Nämlich nichts. Deswegen muss die Berichterstattung so negativ wie möglich formuliert werden. Goebbels hätte seine Freude daran.

  12. @Martinanonym: Die Frage ist halt, wie man mit den menschenfeindlichen Einstellungen und Werten seines Partners leben kann. Ein Minimum an Akzeptanz dafür setze ich voraus.

    Ihr Freund lebt sein Leben nicht so, wie es „angeblichen Demokraten nicht passt“? Naja, er ist/war/ ein militanter Neonazi. Rostock Lichtenhagen jährt sich dieser Tage zum 20. Mal. Ich denke, wem es passt, dass Menschen andere Menschen verfolgen/ einschüchtern/ angreifen, sollte nochmal gut über Demokratie nachdenken.

    Und nein, Faschismus ist ein falscher Begriff, wenn es um die Rolle der Medien im Fall Drygalla geht (http://de.wikipedia.org/wiki/Faschismus). Bitte verstehe das doch!

  13. http://www.heise.de/tp/artikel/37/37346/1.html

    ein Artikel, falls die Verlinkung daneben geht:

    Lizenz zum Landraub

    Mit den Olympischen Spielen kommen die Bulldozer. Auf der Strecke bleiben die Schwachen-und das sind auch in London vor allem Sinti und Roma….

    unter Telepolis vom 29.07.2012 von Roman Urbaner

    Ich verstehe auch nicht, was die junge Frau an einem Nazi findet, aber das muss ich auch nicht.
    Ich verstehe auch nicht, was Frauen an Armeeheinis finden. Ich kann noch mehr aufzählen, aber die Menschen sind nun mal verschieden.
    Der Tagesspiegel brachte dazu auch einen Artikel: Wo die Liebe hinfällt.

    Es gibt auch so viele verzweifelte Eltern, weil sie mitansehen müssen, wie ihre Kinder sich den Rechten zuwenden.

    Diese Partei gehört meiner Meinung nach verboten, eben weil sie andere Menschen angreifen, einschüchtern usw., ja sogar ermorden, wie die NSU-Truppe, ebenso gehört der Verfassungsschutz schon lange abgeschafft.

    Wenn so eine Partei in unserer angeblichen Demokratie ihre Berechtigung hat, dann erklären Sie mal einem jungen Mädchen oder jungen Frau, warum sie kein Mitglied dieser Partei zum Freund haben darf.

    Was ist denn nun nach den Morden mit dem NPD-Verbot?

    Nun gut, Demokraten sagen jetzt wieder, dass ein Verbot keine Lösung sein wird, aber wollen wir wirklich alles erlauben, nur weil es dafür Anhänger gibt?

    Zurück zu dem Artikel auf heise.de.
    Was ist das denn? Was hat das mit Demokratie zu tun, wenn Minderheiten zwangsumgesiedelt werden?
    Davon spricht kein Mensch.

  14. @Jockel Deutungshoheit kann man nicht pachten. Bevor Du mit Wikipedia Links um Dich wirfst solltest Du versuchen zu verstehen. Und faschistoid ist eben nicht faschistisch. Wer hier Frau Drygalla in irgend einer Art und Weise für das Verhalten eines anderen Menschen zur Rechenschaft ziehen will handelt nun mal faschistoid.
    Wir leben in einem Rechtsstaat. Der Artikel 5 des GG. gilt auch für Menschen, deren politische Einstellung mir nicht passt. Das macht unsere pluralistische Gesellschaft aus. Ende. Eine Einschränkung der Grundrechte für bestimmte Meinungen bedeutet die Abschaffung der Grundrechte. Dazu fällt mir dann nur ein, wer aus der Geschichte nichts gelernt hat ist verdammt sie zu wiederholen.

    Vielleicht erklärst du mir warum Du einerseits über Drygalla argumentierst aber ständig von Ihrem Freund schreibst. Wenn die Intelligenz nicht ausreicht, die objektiven Fakten zu trennen kann das nur an der subjektiven Ausrichtung des Autoren liegen. Ich kann nichts erkennen, was man Drygalla zum Vorwurf machen könnte. Sie hat gegen kein Gesetz verstoßen, ja nicht einmal eine Ordnungswidrigkeit begangen. Aber macht ruhig weiter so. Es kann nicht mehr lange dauern, bis der erste Nazi sich wegen Diskriminierung vor Gericht Recht verschafft. Das macht übrigens einen Rechtsstaat aus. Jeder ist gleich vor dem Gesetz. Das ist nicht selbstverständlich auf dieser Welt und in meinen Augen ein hohes Gut. Ein sehr bedrohtes Gut und daher auch schützenswert.

  15. Drygalla wurde auch nicht verurteilt, sie ist freiwillig gegangen.

    Und Schmalspurdenker wie ihr, die anderen unterstellen, sie könnten Fakten nicht voneinander trennen, kommen an dieser Stelle mit idiotischen Verschwörungsbehauptungen, die BRD und DDR gleichsetzen. Ihr habt den Schuss echt nicht gehört.

  16. Nadja Drygalla verließ wegen ihres Freundes, einem ehemaligen NPD-Mitglied, die Olympischen Spiele. Viele empfinden Mitleid mit der 23-jährigen – und vergessen wer die effektivsten Helfer der Neonazis sind: die Untätigen…. http://www.berliner-zeitung.de/politik/kommentar-kein-mitleid-mit-drygalla,10808018,16841542.html

  17. ZAPP hat einen sehenswerten Beitrag zum Thema gemacht.

    http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/media/zapp5585.html

  18. 1. Ersetze (Neo)Nazi durch Jude.
    2. Finde den Fehler.
    3. Vergleiche Textinhalt mit Artikel 3 und 5 des Grundgesetzes

    „Beziehungen sollen Privatsache sein. Wer allerdings Neonazis in seinem Umfeld, Freundeskreis oder seiner Familie akzeptiert, unterstützt die rechte Szene mit seinem Wegsehen. Ob die betroffene Person das nun will oder nicht.

    Nicht umsonst gibt es die Initiative: Kein Sex mit Nazis. Sie zielt auf einen konkreten Punkt bei der Bekämpfung von Neonazis ab – deren akuter Frauenmangel. Für junge Männer wird eine politische Einstellung nun mal unattraktiv, wenn sie ihnen den Zugang zum anderen Geschlecht verwehrt. Denn bei aller Kameradschaft – ganz unter sich wollen die Nazis dann doch nicht bleiben.“

    Artikel 3 GG (3) (3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

  19. Na dann hast du dir doch alles selbst erklärt. Gegen Fischer wird ermittelt, und zwar nicht wegen Geschlecht, Abstammung, religiöser oder politischer Anschauungen, sondern weil er ein krimineller Neonazis war (oder ist). Wenn jemand eine repräsentative Funktion inne hat, ist Beziehung ab dem Punkt nicht mehr Privatsache, wo der Partner gegen Grundgesetz, Demokratie und geltendes Recht verstößt.

    http://www.endstation-rechts.de/index.php?option=com_k2&view=item&id=7478%3Ast%C3%B6rung-einer-nsu-gedenkveranstaltung-ermittlungen-gegen-michael-fischer&Itemid=410

  20. “ Wenn jemand eine repräsentative Funktion inne hat, ist Beziehung ab dem Punkt nicht mehr Privatsache, wo der Partner gegen Grundgesetz, Demokratie und geltendes Recht verstößt.“

    interessante Einstellung… typisch deutsch 🙂

    Nur leider durch nichts gerechtfertigt. Wir leben in einem Rechtsstaat. Ein Gesetz wie Du es Dir vielleicht wünscht gibt es seit der Nürnberger Gesetzgebung, Gott sei dank, nicht mehr.

    „Gemeint war nunmehr die Bestrafung eines Menschen (Verwandten, Ehepartners) für die Straftat eines anderen „Sippenangehörigen“. Diese Art der Haftung wurde in totalitären Herrschaftssystemen wie zum Beispiel während der Zeit des Nationalsozialismus als Terrormaßnahme gegen politische Gegner (und deren Familien) angewandt.“
    (Wikipedia)

  21. Mensch Martin,
    die beiden sind nicht verheiratet. Deine Sippenhaft geht am Thema vorbei!

    Und abgesehen davon, gibt es ja kein Grundrecht auf Sportförderung. Sie war bei dem Wettkampf und war dort nicht erfolgreich, Punkt aus.
    Als Repräsentantin, die seit vielen Jahren mit einem militanten Neonazi zusammen ist, muss sie sich aber auch gefallen lassen, dass diese Sache in der Öffentlichkeit und medial behandelt wird. Deine Worte klingen immer so, als wäre Drygalla wegen ihres Freundes eingesperrt worden.

    Die Jungs von Fischers (ex-?)Gruppe NS Rostock waren offenbar auch böse und haben sich wohl auf ihre Art zu rächen versucht: http://kombinat-fortschritt.com/2012/08/12/brandanschlag-auf-alternatives-wohnprojekt-in-rostock/

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