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Für das wichtige Ziel: Unser Ryck soll sauberer werden, sprangen am 9. Mai Mitglieder von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, darunter die Kandidat_innen für Kreistag und Bürgerschaft: Alexander Krüger, Ullrich Bittner, Stefan Fassbinder, Cornelia Kampe und Torsten Wierschin, in den Ryck. Denn das Thema geht uns alle an: Stadt und Kreis. Dabei trugen sie nicht nur dem Wetter vor einer Woche, sondern auch der Wasserverschmutzung angepasste Neoprenkleidung. IMG_0783 Mehr RYCK-ENSCHWIMMEN weiterlesen

Was ist „kurios“?

Spiegel Online adelt meinen Änderungsantrag BTW-01/11 zum grünen Bundestagswahlprogramm seit gestern abend bekanntlich zusammen mit neun anderen in einem Artikel, der die angeblich zehn „kuriosesten“ Anträge zum Wahlprogramm kommentiert.

Doch stimmt die Auswahl? Sind die genannten Anträge wirklich kurios?

Ich habe da meine Zweifel.
Zum einen fehlen da einige Anträge, die dieses Beschreibung durchaus zu erfüllen vermögen. Aber wie findet ein Redakteur diese in der schnelllebigen Zeit? Anträge, die wie beispielsweise BTW-MO-01-149 eine fixe Idee wortreich im Programm zu plazieren suchen, erfordern Sitzfleisch, allein um sie erstmal zu lesen. Also sucht der Redakteur lieber kurze Anträge oder auffällige Schlagworte.

Meine Anmerkungen zu den von Spiegel Online prämierten Anträgen im Einzelnen:

Platz 10: Index und Inhaltsverzeichnis (Osnabrück-Stadt, BTW-01/07): Ist an sich sowieso üblich und wurde auf einigen Programmforen auch angemahnt. Da es zuvor nicht ausdrücklich angekündigt wurde, wollten die Osnabrücker_innen eben auf Nummer Sicher gehen. Kein Grund zur Aufregung.

Platz 9: Zivilen Ungehorsam nicht ausdrücklich hervorheben (Jürgen Filius, BTW-BÜ-01-109): Das ist eine ganz normale inhaltliche Kontroverse, wie sie in diskutierfreudigen Parteien mal vorkommt. Ich stimme mit den Antragsteller_innen (überwiegend Abgeordnete und Mitarbeiter_innen der Landtagsfraktion Baden-Württemberg) hier nicht überein, aber deswegen ist an dem Antrag noch lange nichts kurios.

Platz 8: Verkleinerung der Bundeswehr auf Null (Grüne Jugend, BTW-H-01-025): Der Antrag schlägt nur eine Erweiterung des Textes zu. Dass die Bundeswehr als Kostenfaktor im Haushaltskapitel kritisch betrachtet wird, ist unter Grünen im Übrigen unstrittig. Und was ist bitte gegen eine pazifistische Grundeinstellung einzuwenden?

Platz 7: Keine Pflanze ist illegal (Sebastian Brux, BTW-S-01-255-1): Die hier zitierte schwungvolle Begründung für die Legalisierung des Eigenanbaus wurde in den letzten Wochen mehrfach ausdrücklich gelobt. Für den Antrag selbst schlägt die Antragskommission eine Übernahme vor. Das ist eben grüne Drogenpolitik jenseits gescheiterter Ideologien.

Platz 6: Erdbeeren statt Himbeeren (Turgut Altug, BTW-U-01-017): Die Antragsteller_innen schlagen hier lediglich eine sinnvolle sprachliche Verbesserung vor. Das geflügelte Wort von den „Erdbeeren im Winter“ ist inzwischen mit einer Redewendung vergleichbar. Deswegen liegt es nahe, hier beim gewohnten sprachlichen Bild zu bleiben.

Platz 5: Kultur und Kunst stärken (Uta Belkius, BTW-K-01-001-1): Was die Reihenfolge der beiden Substantive anbelangt, so bin ich hier leidenschaftslos. Das belletristische „beflügeln“ durch das sachliche und vor allem genauere „stärken“ zu ersetzen, ist wiederum erneut eine sprachliche Verbesserung.

Platz 4: Gutverdiendende (Dieter Janecek, BTW-H-01-165): Es wird einige überraschen, aber ich teile hier die Kritik am Begriff „Gutverdienende“, auch wenn ich den Antrag im Zusammenspiel mit anderen eher für ein Ablenkungsmanöver halte. Auch dieses ändert nichts daran, dass „Gutverdienende“ ein unpräziser Begriff ist, der geeignet ist, die Wahlkämpfenden in fruchtlosen Diskussionen alleine zu lassen. Das Adjektiv „gut“ drückt eine Wertung aus, um die es bei der hier beschriebenen Steuermathematik nicht gehen kann. Eine komplette Streichung des Satzes wird es allerdings nicht geben, doch die Antragskommission wird wohl immerhin eine Modifikation vorschlagen.

Platz 3: Geschlechtsneutrale Sprache auch in Komposita (Friederike Schwebler, BTW-01/10): Es ist bequem, gleich am Anfang in die allgemeinen Anträge zu schauen. Und es ist bekannt, dass einige vornehmich männliche Kommentatoren nicht einsehen wollen, dass das Konstrukt des „generischen Maskulinums“ im Kern sexistisch ist. Wenn wir nun grundsätzlich geschlechtsneutrale Sprache verwenden, aber Komposita davon ausnehmen, kommen wir zum Beispiel in die blöde Situation, zwar zunächst von „VerbraucherInnen“ zu reden, aber beim „Verbraucherschutz“ nur die Männer zu schützen. Das möchte dieser Antrag, zu dessen Unterstützer_innen auch ich gehöre, vermeiden. In vielen grünen Landtagswahlprogrammen wurde das bereits problemlos so praktiziert.

Platz 2: Vermutlich habe ich mir meine Silbermedaille für „Die Formulierung ‚es braucht‘ braucht es nicht“ durch die offensive Überschrift verdient. So war der Antrag natürlich nicht schwer zu finden. Leider gelingt es den meisten Menschen dann nicht, den Antrag und seine Begründung vollständig durchzulesen. Das könnte helfen, das Problem zu verstehen. „Es braucht“ drückt nicht aus, wer die Handlung ausführen soll und ist passiv im Sinne von „irgendjemand soll mal was machen“. „Es braucht“ verzichtet auch auf eine Beschreibung, für wen oder wozu die Maßnahme gedacht ist, also wer oder was „es“ ist. Ich halte „es braucht“ daher für keinen geeigneten Weg, mit möglichen Wähler_innen zu kommunizieren. Der Antrag ist einfach nur ein weiteres Beispiel dafür, dass sprachliche Verbesserungen auch den Inhalten zugute kommen können.

Platz 1: Duzen (Karl Bär, BTW-PR-01/02): Die Aufregung über diesen Antrag übersieht, dass die direkte Ansprache im Programm selten vorkommt und sich nur auf die Präambel beschränkt. Eine salomonische Lösung wäre jetzt, beide Varianten anzubieten, damit Wähler_innen selbst entscheiden können, wie sie von uns angeredet werden wollen. Ich befürchte, das wird nicht realisierbar sein – aus finanziellen Erwägungen.
Das kann nur bedauert werden.

Insgesamt finde ich jedenfalls: „Kurios“ ist etwas anderes.

VIRIDES SUFFRAGANTIBUS SALUTEM

Oder: Der tägliche Grund, GRÜN zu wählen (54). Die Präambel unseres Landtagswahlprogramms.

Pridie Nonas Septembres erit dies suffragandi. Quo die et decernetis, quis novo concilio regionali („Landtag“) interfuturus sit, et decernetis de conciliis novorum districtuum magnorum („Kreistage“) eorumque praefectis („LandrätInnen“). His principiis agendi nostris vobis persuadere volumus, ut nobis suffragemini. Megapolin et Pomeraniam Citeriorem regionem naturae climatisque tuendi, modi vivendi fabricandique fundamenta sustinentis, regionem bonae educationis, regionem iustitiae socialis facere volumus. Hoc atque alia, quae in animo habemus, qua ratione perficere velimus haec principia agendi demonstrant.

Nobis persuasum est normis viridibus nostris tales cogitationes civitati dare nos posse, quales ceteris factionibus desunt. Sola ratione viridi naturam tuemur quia pro norma ipsa habemus, quae non minus valet quam cetera, ut easdem normas, quas de natura cogitamus, etiam in aliis rebus agendis adhibeamus. Sola ratione viridi continuo efficiemus, ut posterum memores agamus eos non iam onerantes eis malis quae imprudentia efficit. Sola ratio viridis eodem tempore ratio communis est. Quodsi iucundam vitam perpetuo servare volumus, et in civitate et in orbe terrarum emendatio atque progressus omnibus civibus distribuendi sunt. Ea sunt fundamenta agendi nostra pro Megapoli et Pomerania Citeriore.

Efficere, ut natura climaque mundi serventur, fundamentum est rationis nostrae et futuri temporis securi. Energias, quarum fontes renovari possunt, ita augere volumus, ut energiam praebeamus neque carbone nec nucleis generatam. Quodsi vivimus fabricamusque naturam respicientes, in Megapoli et Pomerania Citeriore multis hominibus novas facultates laborandi offerre possumus. Quod efficere volumus, ut omnes homines digne vivere et salubriter edere atque bibere possint, fortiter agriculturam, quae naturam respicit, favemus, pecus autem nimis conglobatum aut culturas frugum, quarum gena modificata sunt, repudiamus.

Efficere volumus, ut omnes homines eo modo educari possint, ut operis et ingenio civitatem nostram possint formare et emendare. Itaque primum rationem educationis fingere volumus omnia ingenia promoventem, inutilem separationem desinentem. Tum educationem infantium parvorum volumus nomine educationis dignam auxiliumque idoneum omniibus discipulis praebitam ab „una schola omnium“. Deinde academias volumus liberas hominum ingenuorum neque accipientes solos eos, qui se ipsos electos appellant, et volumus homines totam vitam discere posse.

In ratione nostra hominem ipsum bonum esse arbitramur. Qua de causa appetimus civitatem, quam neminem excludentem omnibus formare licet. Cum iniuste in rebus societatis agitur aut iniquitas temeraria nascitur, maxima mala sequuntur. Nos autem omnes praeclusiones ordinum civitatis pecuniaeque removere volumus. Itidem omnem despicationem originis aut rationis vivendi repudiamus, condicionesque aequas feminarum et virorum omnino sine exceptione impetrare volumus.

Urbes, oppida, districtus, vici civitatis fundamenta sunt, qui loci ut hominibus proximi tanta pecunia adiuvandi sunt, ut officiis educationis rerumque societatis, auxilii iuvenum artiumque fungi et beneficia in cives conferre possint. Quod pro omni parte rei publicae agere volumus, urbes, oppida, districtus, vicos non iam infimos esse licere censemus, quibus omnia onera ferenda sint. Nam civitas populi ex his fundamentis, quae sunt partes parvae, exoritur.

Non ignoramus, nos, qui eam ratione ad formandam Megapolin et Pomeraniam Citeriorem excogitavimus non solos veritatem possidere. Quia pars factionis nostrae orta est e societate eorum, qui iura civium augere voluerunt, scimus in re publica versantes non succedere, nisi cum omnibus, ad quos agenda pertinent, colloquimur, vobis, Quirites, semper aures praebere volumus. Igitur cogitationes bonas animo aperto accipimus, prompti sumus ad colloquium, libenter disputamus varias rationes neque ullas earum ex initio excludentes, ut eo modo simul mores tractandae rei publicae emendari possint.

Magno studio et labore in re vobiscum volumus disputare et controversiam habere. Libentes laetique pro civitate regionis nostrae agentes Megapolin et Pomeraniam Citeriorem cupimus, in qua vivere fructuosum sit. Itaque vos rogamus, ut rationes virides nostras pro Megapoli et Pomerania Citeriore adiuvetis.

Wer kandidiert wofür? – Landrat des künftigen Großkreises

Der Modus ist denkbar einfach. Bei der Landratswahl hat jede_r genau eine Stimme. Wer mehr als die Hälfte aller gültigen Stimmen bekommt, ist gewählt. Schafft das im ersten Anlauf niemand, wird es zwei Wochen darauf eine Stichwahl der beiden Erstplazierten des ersten Wahlganges geben.
Im künftigen Landkreis im südlichen Vorpommern bewerben sich vier Personen um das Amt der Landrätin bzw. des Landrates. Wir BÜNDNISGRÜNEN haben für diese Wahl Stefan Fassbinder als Kandidaten vorgeschlagen.

Stefan Fassbinder

Stefan Fassbinder und seine drei Konkurrent_innen erhielten in den letzen Tagen unter anderem von den Regionalzeitungen Nordkurier und Ostseezeitung die Möglichkeit, zu ihren Vorstellungen von der zukünftigen Entwicklung Stellung zu nehmen. Deutlicher als erwartet kamen dabei nochmals die Alleinstellungsmerkmale unseres Kandidaten zum Ausdruck.
Stefan Fassbinder formuliert seinen Anspruch mit den Worten „Nicht nur verwalten. Gestalten!“ Wir weisen hier nochmal in fünf Beispielen darauf hin, wo dieser Gestaltungsanspruch zu klareren Aussagen führt als bei den Mitbeweber_innen.
Atommülllager Lubmin: Bei Stefan Fassbinder ist die Ansage klar – jede Ausweitung der Atommülllagerung am Greifswalder Bodden muss mit allen Möglichkeiten verhindert werden. Der Atommüll stellt ein Sicherheitsrisiko und ein Entwicklungshemmnis dar. Diese Deutlichkeit lassen die Konkurrent_innen in dieser Frage vermissen.
Transparenz und Bürger_innennähe: Wer möchte, dass die Bürger_innen im neuen Kreis auch tatsächliche Mitsprachemöglichkeiten haben, darf nicht weiterwursteln wie bisher und die Region damit letztlich zu Tode verwalten. Die Verwaltung muss anders als bisher zu den Bürger_innen kommen, die Partizipationsmöglichkeiten müssen ausgebaut werden, Öffentlichkeit und umfassende Information sind für Stefan Fassbinder zentrale Anliegen.
Ökologische Landwirtschaft: Auch hier ist die Aussage nur bei unserem Kandidaten klar: Massentierhaltung und Gentechnik in der Landwirtschaft schaden viel mehr, als sie je nützen können. Wer möchte, dass die Landwirtschaft positiv zur Entwicklung unserer Region beiträgt, muss auf eine kleinteilige und ökologische Landwirtschaft unter voller Berücksichtigung des Naturschutzes bauen.
Mobilität für alle: Wer in Verkehrspolitik es allen Recht machen möchte, wird am Ende für niemanden etwas erreichen. Stefan Fassbinder möchte hier Prioritäten setzen. Vorrang für den ÖPNV bedeutet, dass nach dem Wahltag schnell ein Verkehrssystem entwickelt werden muss, das in der Fläche ein regelmäßiges Angebot an Bahnen, Bussen und weiteren Formen des Öffentlichen Verkehrs bereithält. Das bedeutet: Integralen Takt für Bahn und Bus, Abstimmung mit dem Schüler_innenverkehr, Einbeziehung jedes Verkehrszwecks.
Konsequent gegen Rassismus und Nationalismus: Die größte Gefahr für die Entwicklung unserer Region geht von rechts außen aus. Die Bekämpfung gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit muss in allen Politikfeldern Thema sein. Stefan Fassbinder hat immer wieder genau auf dieses Ziel hingewiesen.

Der tägliche Grund, GRÜN zu wählen (49)

Diesmal: Kultur muss sozial sein

Wer sich unser Kreistagsprogramm angeschaut hat, wird möglicherweise schon festgestellt haben, dass die Bereiche Soziales und Kultur unter der Überschrift „Was der Mensch so braucht“ in ein und demselben Kapitel auftauchen. Wir sind der Meinung, dass die Daseinsvorsorge Materielles wie Immaterielles umfasst.
Wenn, wie aktuell am Theater Vorpommern, bei der Kultur Entlassungen geplant sind, fällt ohnehin beides zusammen. Daher hier erneut der Hinweis auf unseren „Tacheles“-Abend am Donnerstag in Greifswald (19:30 im Hermann). Wer etwas zu sagen hat, kann dort zu Wort kommen.
Wie immer stellen sich in einer solchen Situation mehrere Fragen, unter anderem: „Wie konnte es dazu kommen?“ und „Was ist zu tun, damit so etwas künftig nicht mehr passiert?“ Hinzu kommt jetzt die Frage nach der sozialen Absicherung von Künstler_innen. Unsere Idee ist, dafür einen Sozialfonds, eventuell im Zusammenspiel mit einem Stiftungsmodell (vergleiche etwa dieses hier für Tänzer_innen) einzurichten. Vielleicht liefert das Tacheles auch dazu weitere Anregungen.
Fest steht für uns jedoch: Kultur und Soziales gehören zusammen. Wer die soziale Situation von Kulturschaffenden nicht beachtet, schadet immer der Kultur selbst.

Droga/Drogi Wyborco!

4 września 2011 odbędą się wybory. To Państwo zadecydujecie o składzie nowego parlamentu (Landtag). To Państwo wybierzecie rady okręgowe (Kreistag) w sześciu nowych okręgach i osoby stojące na ich czele (LandrätInnen). Chcemy niniejszym programem przekonać Państwa do oddania na nas głosu. Pragniemy aby Meklemburgia Pomorze Przednie była krainą ekologiczną, przyjazną klimatowi, o długofalowo zaplanowanej gospodarce, z dobrym systemem kształcenia i socjalnie sprawiedliwą. W jaki sposόb te i dalsze wyobrażenia pragniemy zrealizować przedstawia poniższy program.
Jesteśmy przekonani, że z naszymi „zielonymi“ wartościami możemy wnieść w krajobraz polityczny punkt widzenia, którego brakuje innym koncepcjom. Tylko zielona polityka postrzega ochronę środowiska jako niezależną wartość a tym samym jako samodzielny cel. Z tego założenia wyprowadzamy zasadę długofalowego działania we wszystkich innych obszarach. Tylko zielona polityka jest zorientowana na ponoszenie odpowiedzialności za przyszłe pokolenia zamiast obarczania ich konsekwencjami krótkowzrocznego działania. I tylko zielona polityka jest równocześnie solidarna Aby trwale zagwarantować odpowiednią jakoś życia dokonujące się zmiany i poprawa zarówno na szczeblu lokalnym jak i globalnym muszą być odczuwalne dla wszystkich członków społeczeństwa. Na tym założeniu bazuje nasza polityka dla Meklemburgii Pomorza Przedniego.
Skuteczna ochrona środowiska i klimatu jest podstawą naszej polityki i zabezpieczeniem przyszłości. Chcemy konsekwentnego rozwoju odnawialnej energii i tym samym zaopatrzenia w energię bez węgla i atomu. Poprzez ekologiczną gospodarkę może zostać utworzonych wiele miejsc pracy w Meklemburgii Pomorzu Przednim. Pragniemy umożliwić każdemu ludzkie warunki życia i dostęp do zdrowej żywności i dlatego konsekwetnie opowiadamy się za ekologicznym rolnictwem a przeciw masowej hodowli zwierząt i uprawie roślin genetycznie manipulowanych.
Pragniemy umożliwić wszystkim ludziom dostęp do nauki, ktόra przygotuje ich do aktywnego i sensownego wspόłdziałania w życiu społeczeństwa. Dlatego też pragniemy stworzyć system kształcenia, który uwzględnia całokształt talentów i rezygnuje z niepotrzebnej selekcji. Chcemy efektywnej wczesnej edukacji dzieci, która prawdziwie zasługuje na to miano oraz która wspiera i integruje dzieci i młodzież w jednej szkole dla wszystkich. Popieramy wolny i otwarty na świat system szkół wyższych, bez redukcji do tzw. elit oraz pragniemy systemu kształcenia opartego na zasadzie uczenia się przez całe życie.
Nasza polityka opiera się na pozytywnej wizji człowieka. Dlatego chcemy społeczeństwa, które nikogo nie wyklucza i jest tworzone wspólnie przez wszystkich. Społeczna niesprawiedliwość i samowolne nierówności prowadzą do ogromnych problemów. Zamiast tego chcemy zniesienia wszelkich społecznych i finansowych granic. Zwracamy się przeciwko każdej dyskryminacji mającej swoje źródło w pochodzeniu lub w stylu życia. Chcemy bez wyjątku i całkowicie zrealizować równouprawnienie kobiet i mężczyzn we wszystkich dziedzinach życia.
Gminy są zalążkami społeczeństwa, jako najbliższą człowiekowi przestrzeń życiową musimy je odpowiednio wyposażyć finansowo tak aby mogły wypełniać swoje zadania w dziedzinie kształcenia, opieki i pomocy dzieciom i młodzieży oraz w dziedzinie kultury. Chcemy tworzyć politykę na wszystkich szczeblach społeczeństwa, dlatego też gminy nie mogą być ostatnim ogniwem, na którym spoczywają wszelkie obciążenia. Demokracja zaczyna się u podstaw a więc w gminach.
Jesteśmy świadomi, iż z naszymi politycznymi założeniami dla Meklemburgii Pomorza Przedniego nie jesteśmy w posiadaniu jedynej i wyłącznej prawdy. Poprzez nasze korzenie w ruchu obywatelskim wiemy, że w demokratycznym społeczeństwie tylko polityka oparta na dialogu ze wszystkimi zainteresowanymi prowadzi do sukcesu. Dlatego też nadal chcemy się przysłuchiwać Wam obywatelkom i obywatelom. Jesteśmy otwarci na dobre idee, szukamy rozmowy i dyskutujemy chętnie o dobrych alternatywach, zamiast od razu je wykluczać. Tym samym pragniemy przyczynić się do poprawy kultury politycznej w naszym kraju.
Jesteśmy gotowi z dużym zaangażowaniem i pracą opartą na rzeczowej wiedzy, razem z Państwem argumentować i spierać się wprowadzając nasze cele w życie. Chętnie i z radością prowadzimy politykę naszego kraju i życzymy sobie aby był krajem, w ktόrym opłaca się żyć. W tym sensie prosimy Państwa o wsparcie naszej zielonej polityki w Meklemburgii Pomorzu Przednim.

(Mit dieser Übersetzung der Präambel unseres Landtagswahlprogramms erfreute uns Joanna.)

Der tägliche Grund, GRÜN zu wählen (48)

Diesmal: Konstruktive Vorschläge

Es hat ein wenig gedauert oder es war erst ein Stadtrundgang mit einem Europaabgeordneten nötig, damit der Vorschlag umgesetzt wurde: Zur wenigstens leisen Entschärfung einer der gefährlichsten Stellen im Greifswalder Radewegenetz gibt es am unteren Ausgang der Bahnhofsserpentine jetzt einen Verkehrsspiegel, um damit gewissermaßen „um die Ecke“ sehen zu können.
Ich weise gerne als ganz egoistische Wahlwerbung darauf hin: Die Anbringung des Spiegels geht zurück auf eine Anregung, die ich im Frühjahr in der Einwohnerfragestunde der Greifswalder Bürgerschaft vorgetragen habe. Auch die Wegweiser auf der Vorderseite des Bahnhofs habe ich in diesem Beitrag angeregt.

Es sind manchmal eben auch kleine Dinge von Belang, wir können die Welt nicht mit einem großen Wurf verbessern und wir GRÜNEN bemühen uns ständig um konstruktive Vorschläge im Großen wie im Kleinen, auf allen Ebenen. Was im beschriebenen Fall jetzt noch fehlt, ist die Verkürzung des Geländers, damit in Fahrtrichtung Fleischerwiese die Gefahr des Einfädelns reduziert wird.
Dass in einer wirklich fahrradfreundlichen Stadt dieser Radweg nie hätte gebaut werden dürfen, bleibt davon unberührt. Denn er entspricht nicht den Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA) und verursacht blöde Umwege. Eine etwas bessere Sicht war aber wenigstens noch drin.

Der tägliche Grund, GRÜN zu wählen (47)

Diesmal: Radikale Demokratie

Aus ihrem Buch, das keine Biographie ist, las am gestrigen Abend Claudia Roth im Antiquariat Rose. Photos dazu haben wir bereits veröffentlicht. Die Thematische Klammer der ausgewählten Abschnitte lässt sich am ehesten mit den Worten „Radikale Demokratie“ beschreiben. Nicht umsonst ist Claudia Roth ganz am Anfang mal vornehmlich mit innenpolitischen Themen identifiziert worden, die wiederum stets global betrachtet wurden.
Am Beispiel Todesstrafe wurde den Zuhörenden verdeutlicht, dass ein Rechtsstaat im Umgang mit dem Verbrechen nicht die Verbrecher in der Wahl ihrer Mittel kopieren darf.
Und beim Thema Rechtsradikalismus wurde nochmal klar: Wenn jemand die gesellschaftliche Freiheit und Toleranz nur in Anspruch nehmen möchte, um sie dann zu zerstören, dann darf ihm dafür keine Toleranz und Freiheit zugestanden werden. Eine Demokratie muss immer wehrhaft bleiben.

Anders ausgedrückt: Wem an den positiven Errungenschaften dieser Gesellschaft etwas liegt, die oder der muss wählen, und zwar diejenigen, die sich den zerstörerischen Kräften entgegenstellen.

Der tägliche Grund, GRÜN zu wählen (45)

Diesmal: GRÜN ist und bleibt umweltpolitisch das Original

Der BUND Mecklenburg-Vorpommern hat Wahlprüfsteine zu verschiedenen Themenfeldern mit umweltpolitischen Bezug verschickt, und das schon vor geraumer Zeit, also im Gegensatz zu anderen „Organisationen“, denen auf den letzten Drücker einfällt, dass Wahl ist, rechtzeitig.
Nun ist die Auswertung verfügbar. Sie ist ausführlich und aussagekräftig. Zusammengefasst lässt sie sich so beschreiben: Nur das GRÜNE umweltpolitische Original erkennt bei allen angesprochenen Themenfeldern die Notwendigkeit politischen Handelns an und hat und erreicht in der Auswertung mit 114 von 123 möglichen Punkten nahezu den Maximalwert.
Die Fragen
Die Punktewertung
Die vollständige Auswertung

Auszüge aus der ausführlichen Kommentierung:
„Dass seit Jahren hunderte Millionen Euro in die Asphaltierung der ländlichen Wege gestopft werden, ohne auch nur ansatzweise nach dem Nutzen dieser Maßnahmen zu fragen, beunruhigt als einzige Partei Bündnis 90/Die Grünen. […] Ebenso erkennen die Bündnisgrünen, dass es angesichts in kommenden Jahren weiter abnehmender Fördermittel einer Konzentration der Wegebaumittel nach dem Vorbild Schleswigs-Holsteins geben muss.“
Oder: „Die wichtige Rolle von Umweltbildung wird zwar von allen Parteien benannt, doch konkrete Vorstellungen, wie ihre Rahmenbedingungen verbessert werden können, gibt es nur wenige.“ Aber: „Bündnis 90/Die Grünen unterbreiten konkrete Vorschläge“, auch hier wieder einmal als einzige, dürfen wir hinzufügen.

Besonders interessant ist die Auswertung zum Thema Landwirtschaft, gerade mit Blick auf die morgige Kundgebung in Alt Tellin:
„Ernüchternd ist festzustellen, dass von allen fünf befragten Parteien nur Bündnis 90/Die Grünen klare agrarpolitische Vorstellungen und Ziele haben und eigenen landestypische Lösungsansätze für die vorhandenen Probleme vorweisen.“
„Sehr deutlich wird der Unterschied zwischen den Parteien, wenn es um die zukünftige Förderung des Ökolandbaus geht. Einige Parteien erkennen zwar die bundesweit herausragende Position des Ökolandbaus an, eine konkrete Zielstellung für seinen Ausbau in Form einer Zeit- und Prozentvorgabe lehnen alle Parteien außer Bündnis 90/Die Grünen ab. Letztere geben mit „20 Prozent Anbaufläche bis 2020“ (derzeit 9 Prozent) ein klares und realistisches Ziel für Mecklenburg-Vorpommern aus.“
Bei der Industriellen Tierhaltung findet mensch bei den anderen völlige Kritiklosigkeit (CDU, FDP) oder seltsame „Ja, aber“-Positionen (SPD, LINKE), nur GRÜN bekommt das Prädikat „Die Partei hat das Problem vollständig erfasst und stellt konkrete Maßnahmepläne vor“.
„Einzig Bündnis 90/Die Grünen fordern ein klares Verbot der Agro-Gentechnik, die Profilierung des Landes als gentechnikfreie Region sowie ein Stopp der Forschungsförderung aus öffentlichen Mitteln im Bereich Agro-Gentechnik an der Universität Rostock und im Agro-Biotechnikum Groß Lüsewitz.“

Wem Umweltpolitik wirklich wichtig ist, für den ist die Entscheidung also wie immer eindeutig.