Archiv der Kategorie: Lubmin

Atomklo MV-Podiumsdiskussion

Gastbeitrag der Praktikanten zum Nachklapp der Atommüll Veranstaltung:

Montag der 11.9. in Postel, Wolgast. Eine Runde Aktiver und Interessierter tauschte sich bei der bündnisgrünen Podiumsdiskussion rund um das Thema ´Perspektiven zur Atommülllagerung´ aus.

Zusammen mit der Kletteraktivistin Cécile Lecomte (alias ´das Eichhörnchen´), Fabian Czerwinski (atompolitischer Sprecher BUND MV; Grüne) und Rosmarie Poldrack (BI Kernenergie) wurden einige grundlegende Fragen diskutiert: ´Was sind Gründe für die politische Stagnation im Atomausstieg und den Entscheidungen zur Atommülllagerung?´, ´Wo liegen hierbei die Chancen und Grenzen einer Mobilisierung der Zivilgesellschaft?´, ´Welche langfristigen Lagerungskonzepte sind denkbar?´ und ´Inwiefern gibt es Verantwortlichkeit für vergangene, nicht selbst getroffene Entscheidungen?´.

Die Experten erklärten außerdem konkrete Sachverhalte, wie die oft falsch verstandenen Funktionen und aktuellen Pläne der nationalen Endlagerkommission. Sie beschäftige sich im Moment nicht bereits mit der Aufgabe, langfristige Lagerplätze festzustellen. In einem dreischrittigen Verfahren sollen stattdessen bis 2020 Grundfragen zu dem Wesen der Lagermethode geklärt, bis 2024 eine transparente Diskussion über die Kriterien der Lagersuche abgeschlossen werden und schließlich bis 2050 von ausgewählten potentiellen Lagerorten Proben genommen- und geeignete Lagerorte ausgebaut werden. Der BUND Sprecher Fabian Czerwinski lobt die relativ transparente Arbeit der Kommission und betont, dass die Suche nach einer Lösung für den Umgang mit bereits geschafftem Atommüll notwendig ist. Er befürchtet jedoch, dass der Prozess deutlich länger dauern wird als geplant. Schwere Bedenken wurden zu den Themen ´Schutz der Anlagen vor Terrorismus´ und ´Stabilität von langfristiger Atommülllagerung´ geäußert. Lagerhallen, Transporte und Aufbereitungsanlagen würden längst nicht ausreichend geschützt. Ein schwaches Engagement der Betreiber stoße hier auf Grenzen des Machbaren. Technische Möglichkeiten seien auch das prinzipielles Problem des Versuchs einer stabilen langzeit-Lagerung von Atommüll. Einerseits fehlen, so Cécile, die technischen Möglichkeiten im Falle eines schweren Zwischenfalls den Austritt von Strahlung in nachhaltiger Weise zu begrenzen. Andererseits seien langfristige Atommülllager immer anfällig für unvorhersehbare Umwelteinflüsse, besonders vor dem Hintergrund des Klimawandels.

Auch mit der ein-oder anderen Missinformation wurde aufgeräumt. Atommüll sei so etwa lediglich zu ca. 10% wiederaufbereitbar, auch schwach radioaktive Strahlung könne schwere gesundheitliche Schäden hervorrufen und die Atom-Politik von Jürgen Trittin wird von  manch einem Grünen nicht gutgeheißen. Eine der wichtigsten Entscheidungen für die Zukunft der Atommüllhandhabung liege letztlich in der Gegenwart, in dem Umgang mit Privaten Atommüll-Dienstleistungsanbietern. Es wurde klar für eine staatliche, anstatt einer Privaten Lösung appelliert.

Foto von Alisa Otte, Artikel von Jonas Meyerhof (PraktikantInnen im Büro der Grünen in Greifswald)

Finde Olaf Evers und bekomme ein Geschenk!

Olaf tritt für den Wahlkreis Lubmin, Am Peenestrom und Usedom an. Findest du Olaf auf dem Foto bekommst du ein Geschenk. Mehr Infos von und über Olaf und unsere andere Kandidaten gibt es auf unserer Homepage zur Landtagswahl

gruene-vorpommern-greifswald.de/ltwmv/

Wer ist das Original?
Wer ist das Original?

Buchvorstellung und Lesung „Schwarzbuch Lubminer Heide“ am 6.12.13 im Seebadzentrum Lubmin

Am 06.12.2013 um 19 Uhr wird im Seebadzentrum von Lubmin, Freester Str. 9, eine Buchlesung stattfinden.

Der Autor Dr. Vater wird sein „Schwarzbuch Lubminer Heide“ vorstellen und Auszüge daraus lesen. Anschließend kann das Buch erworben und/oder bereits erworbene Exemplare vom Autor signiert werden. Mitveranstalter sind die BI Kein Steinkohlekraftwerk Lubmin e.V. sowie die BI Lebensraum Vorpommern e.V. und deren Mitglieder laden insbesondere die Lubminer EInwohner und Einwohnerinnen herzlich ein.

Vater_Lubmin_Umschlag_Druck.indd

Buchvorstellung und Lesung „Schwarzbuch Lubminer Heide“ am 6.12.13 im Seebadzentrum Lubmin weiterlesen

Bildquellen

  • Vater_Lubmin_Umschlag_Druck.indd: Oekom Verlag

Lubmin geht uns sehr wohl an! *update*

*** Update ***

Der webmoritz berichtet:

Knappes Bekenntnis der Stadt gegen weiteren Atommüll
Geschrieben von Simon Voigt | Veröffentlicht am 16. September 2013 um 23:15 Uhr
Mit einer Kundgebung vor dem Rathaus machten heute die Greifswalder Grünen Stimmung für einen ihrer Anträge in der Bürgerschaft. Mit Erfolg: Die Bürgerschaft sprach sich gegen eine weitere Lagerung von Atommüll im Zwischenlager Nord (ZLN) aus. Ein ähnliches Vorhaben scheiterte unlängst auf Kreisebene, wo ihr Antrag gar nicht erst zur Diskussion kam, sondern vorher von der Tagesordnung gestrichen wurde.

*** Ende Update +++

Am Montag vor einer Woche erklärte sich der Kreistag Vorpommern-Greifswald für „nicht zuständig“, was die Atommülleinlagerung in Lubmin betrifft, und stimmte die Beschlussvorlage der Bündnisgrünen ohne Diskussion von der Tagesordnung (mit den Stimmen der CDU, der ersten Reihe der SPD und der KfV).

Heute nun wird in der Greifswalder Bürgerschaft über denselben Antrag verhandelt. Viele Interessierte (ungefähr 40 davon waren erschienen) meinten, dass die Bürgerschaft auf jeden Fall zuständig ist, was Atommülllagerungen in der Nachbargemeinde angeht.

Es wird eine spannende Sache!

Lubmin geht uns sehr wohl an! *update* weiterlesen

Natürlich sind wir für Lubmin zuständig – und das wollen wir zeigen!

Am vergangenen Montag hat der Kreistag getagt. Auf der Tagesordnung stand eine Beschlussvorlage der Bündnisgrünen, sich als Kreistag deutlich gegen weitere Atommülleinlagerungen in Lubmin zu äußern.

Die komplette CDU und die erste Reihe der SPD sorgte dafür, dass über diese Beschlussvorlage noch nicht einmal gesprochen werden konnte, indem sie sie von der Tagesordnung stimmten – nach CDU-Ansinnen sogar ohne Möglichkeit der Aussprache darüber. Gregor Kochhan als bündnisgrüner Fraktionsvorsitzender musste die Kommunalverfassung bemühen, um darzulegen, dass das Vorgehen undemokratisch ist. Der angebliche Grund für die in Wirklichkeit nur klientelfreundliche und diskutierscheue Vorgehensweise war: „Wir sind für Lubmin nicht zuständig“. Das gesamte Vorgehen lässt für uns darauf schließen, dass einige Mitglieder des Kreistages ihre eigenen Interessen über das Ziel einer gerechten Lastenverteilung des Atommülls stellen. Natürlich sind wir für Lubmin zuständig – und das wollen wir zeigen! weiterlesen

Natürlich sind wir für Lubmin zuständig!

Vor etwa 30 Interessierten stellte gestern Dr. Günther Vater im Roten Salon des Bistro „Hermann“ sein „Schwarzbuch Lubminer Heide“ vor. Nicht in Gänze natürlich – dazu sind 480 Seiten einfach zu viel. Er wählte den Aspekt „EWN“ aus, um Struktur und Methode seines Buches deutlich zu machen. Nicht zuletzt deshalb war auch „die Öffentlichkeitsarbeit“ der EWN unter den Zuhörenden vertreten (im Unterschied zu jeglicher Politikprominenz). Das Publikum war stark angetan von dem zum Teil wie ein Krimi abgelaufenen und geschilderten Vorgängen in den Nachbargemeinden. Die BI „Kein Steinkohlekraftwerk in Lubmin“ konnte so viele Bücher absetzen, dass noch Exemplare nachgeholt werden mussten. Das Buch ist Pflichtlektüre zumindest für unsere Kommunalpolitiker – damit es nicht wieder heißt: „Wir sind für Lubmin nicht zuständig!“

46919

Kopf in den Ostseesand hat noch niemandem genützt

„Lubmin und das Zwischenlager Nord liegen im Kreis Vorpommern-Greifswald. Daran glaube ich, bis mir jemand das Gegenteil beweist“, so Michael Steiger, bündnisgrünes Kreistagsmitglied, nachdem sich eine Mehrheit im Kreistag für Lubmin ’nicht zuständig‘ fühlte.

Michael Steiger
Michael Steiger

Eine Mehrheit aus CDU-(komplett) und Spd-Fraktion (teilweise) hat auf der Kreistagssitzung am Montag eine Beschlussvorlage der bündnisgrünen Fraktion zur Einlagerung von weiterem Atommüll im Zwischenlager Nord (ZLN) von der Tagesordnung gestimmt. „Mit diesem Geschäftsordnungstrick haben es Kreistagsmitglieder, die die Diskussion scheuen, vermieden, über das Problem auch nur zu sprechen. Sie hätten ja hinterher dagegen stimmen können – so haben sie jede Diskussion blockiert“, stellt Steiger fest. Kopf in den Ostseesand hat noch niemandem genützt weiterlesen

Kreismitgliederversammlung am 16. August

Der Kreisverband Vorpommern-Greifswald von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN trifft sich zur

Kreismitgliederversammlung (KMV)
nach LUBMIN, Seebadzentrum, Großer Saal
am 16. August 2013 um 19:00.

Folgende Tagesordnung wird vorgeschlagen:
1. Formalia
2. Öffentliche Fragerunde mit Ralf-Peter Hässelbarth, Bundestagskandidat Wahlkreis 16
3. Gaskraftwerk Lubmin
4. Vorbereitung LDK (31. August, Neustrelitz)
5. BDK am 19./20. Oktober: Delegiertenwahlen
6. Sonstiges

Die Versammlung ist öffentlich.

Lubmin ist kein idealer Standort für ein Großkraftwerk

Nach dem Kreisverband Vorpommern-Greifswald schließt sich nun auch die Landesarbeitsgemeinschaft Energie von Bündnis 90/Die Grünen der Meinung an, dass Lubmin kein geeigneter Standort für ein Gaskraftwerk ist, wie es mit dem GuD Lubmin III seitens der EWN geplant wird. Für das Gelingen der Energiewende in Mecklenburg-Vorpommern wird seitens der LAG die Notwendigkeit von Gaskraftwerken nicht negiert, im Gegenteil ihre enorme Bedeutung wird sogar hervorgehoben. Zukünftig sollen Gaskraftwerke möglichst verbrauchernah Wärme und Strom liefern, dabei solle eine möglichst geringe Beeinträchtigung von Natur und Umwelt beachtet werden. Für M-V wären deshalb Kraftwerke mit einer maximalen elektrischen Leistung um 100 MW sinnvoll.
Lubmin ist kein idealer Standort für ein Großkraftwerk weiterlesen