Archiv der Kategorie: Wirtschaft

Recycling statt Tonne – Ein Besuch auf dem Recyclinghof

29.3. Besuch auf dem Recyclinghof

Am: Mittwoch, 29. März, 10Uhr
Ort: GEG Recyclinghof Greifswald, Eckhardsberg 8/10
Um Anmeldung bis zum 27.03. wird gebeten: info@gruene-vg.de // 03834/8549122 oder direkt im Grünen Büro, Steinbeckerstr. 33/34 in 17489 Greifswald
Die Führung ist kostenfrei.

Wird der mühsam getrennte Hausmüll letztlich wirklich wieder zusammengekippt? Muss man Joghurtbecher tatsächlich abwaschen? Wie kann man seinen Restmüll durch richtiges Recycling reduzieren und somit bares Geld sparen?
Rund ums Recycling gib es viele Fragen und Mythen. Auf dem Recyclinghof der Greifswald Entsorgungs GmbH (GEG) wollen wir diesen auf den Grund gehen. Erfahren Sie bei einer Führung, wie ein Recyclinghof heute arbeitet und stellen Sie Ihre Fragen direkt den Fachleuten vor Ort.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Bitte melden Sie sich daher unbedingt bis zum 27. März an: Info@gruene-vg.de, 03834/2549122 oder direkt im Grünen Büro.

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  • Recyclinghof_Besuch: pixabay

Abfallwirtschaftssatzung bürgerunfreundlicher geworden

Der Kreistag Vorpommern-Greifswald hat auf seiner Sitzung am 26.09.2016 gegen die Stimmen von Bündnis 90/Die Grünen (sowie einzelner Mitglieder der SPD und anderer Fraktionen) die Abfallwirtschaftssatzung beschlossen. Jetzt, bei der anstehenden Einführung, werden Nachteile für die Bürger offenbar, die die Grünen auf dieser Kreistagssitzung moniert hatten.
Die Bündnisgrünen Vorpommern-Greifswald hatten bereits das Zustandekommen des Abfallwirtschaftskonzeptes im Jahr 2015 deutlich kritisiert. Um die Entsorgungsleistungen nicht transparent auszuschreiben, hat die Verwaltung gezielt den Auftragsumfang reduziert und z.B. die Einführung der Biotonne im Kreis verhindert.
„Es ist eine Mär, dass im ländlichen Raum keine Bioabfälle anfallen“, so Waldemar Okon, stv. Fraktionsvorsitzender SPD-Grüne im Kreistag. In jeder Stadt im Kreisgebiet fallen insbesondere in den Großwohnsiedlungen Bioabfälle an, und bei Weitem nicht alle Bewohner können diese in ihren Schrebergärten kompostieren.
„Auch die Gebührenstruktur hatte ich kritisiert – beispielsweise werden die Hartz IV-Empfänger in Greifswald signifikant belastet, in anderen Kreisregionen erheblich entlastet“, so Okon.
Unter dem Deckmantel moderater Gebührenentwicklung wurde die Qualität der Dienstleistung für die Bürger deutlich verschlechtert. So werde vielfach nicht mehr wöchentlich abgefahren oder die Bürger müssen ihre Tonnen jetzt selbst an den Straßenrand stellen; dies ist gerade älteren Bewohnern schwer erklärbar.
„Ich hatte in der Vergangenheit mehrfach offen im Kreistag dazu aufgerufen, weniger nach Parteizugehörigkeit, sondern viel mehr nach Sachverhalt abzustimmen. Die Abfallwirtschaftssatzung ist nicht grundsätzlich falsch, allerdings hätte sie sehr viel gründlicher beraten werden müssen“ so Okon abschließend.

GRÜNE Verkehrspolitik und der Bundesverkehrswegeplan

Ulrike Berger

Sehr geehrter Herr Steffen,

Ihr Unmut über die Verkehrspolitik der GRÜNEN läuft leider ins Leere. Tatsächlich teilen wir Ihre Einschätzung zur Verkehrssituation in Wolgast (ich selbst bin dort geboren und auf der Insel Usedom aufgewachsen) und finden, dass eine Ortsumfahrung ein wichtiges Instrument ist, um die Wolgaster vom Durchfahrtsverkehr zu entlasten. Anders als von Verkehrsminister Pegel behauptet, von der OZ widergegeben und von Ihnen so hingenommen, waren auch die GRÜNEN im Bundestag nicht grundsätzlich gegen eine Ortsumgehung, sondern nur in der beantragten großen Variante. Eine kleinere befürworten wir durchaus. Auch hierfür gibt es Pläne, die Befürworter auf der Insel finden. Da aber der Platz für Autos auf der Insel ohnehin stark begrenzt ist, kann die Ortsumfahrung Wolgast nicht der einzige politische Ansatz sein, das Verkehrsproblem auf der Insel Usedom zu lösen, denn die ist im Sommer und an den Feiertagen ein einziger Stau.
Hier ist mit der Weigerung der großen Koalition die Karniner Brücke endlich in den aktuellen Bundesverkehrswegeplan aufzunehmen für 15 Jahre eine große Chance vergeben worden. Mindestens 15 weitere Jahre – denn so lang trägt der Bundesverkehrswegeplan – wird die Karniner Eisenbahnbrücke eine Ruine und gleichzeitig Erinnerung daran sein, dass man deutlich schneller und stressfreier als mit dem Auto auf die Insel gelangen könnte. Das wäre eine tatsächlich nachhaltige und auch wirtschaftsfreundliche Verkehrspolitik gewesen: Denn so können Personen und Güter ökologisch, schnell und Nerven schonend für Gäste und Insulaner bewegt werden! Dafür setzen wir GRÜNEN uns ein – im Bundestag, in den Landesparlamenten wie auch auf kommunalpolitischer Ebene.

Für den Bündnisgrünen Kreisverband Vorpommern-Greifswald
Ulrike Berger
(Mitglied im Kreisvorstand)

Hier der Link zum Leserbrief von Norbert Steffen: KLICK

Anklamer Ethanol- u. Zuckerfabrik: Mehr als 80.000 Kubikmeter hoch-belastete Abwässer versickern pro Jahr im Grundwasser

Anklam. Jetzt ist die Katze aus dem Sack: Nachdem es in der Vergangenheit immer wieder Hinweise und Befürchtungen gab, dass die Abwasserteiche und Deiche der Ethanol- und Zuckerfabrik Anklam undicht sind und so verunreinigtes Abwasser in Grundwasser und Peene gelangen, hat sich dies nun bestätigt.Schwimmbadblick

Ca. 100.000 bis 150.000 Kubikmeter Abwasser sickern pro Jahr ins Grundwasser. Dies entspricht etwa 200 bis 300 mal der Menge Wasser, die die Anklamer Schwimmhalle fasst. Zu diesen Schlüssen kommen Kristin Wegner, Mitglied des Kreistags Vorpommern-Greifswalds für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Dr. Torsten Wierschin, Bündnisgrüner Vorstand des Kreisverbands Vorpommern-Greifswald. Beide hatten Mitte Oktober Akteneinsicht beim Umweltamt des Kreises vorgenommen, um einen Zwischenbericht eines Gutachtens zur Dichtheit der Deiche zu sichten. Die Erstellung des Gutachtens wurde durch die Behörden von der Ethanol- und Zuckerfabrik Anklam gefordert.  Anklamer Ethanol- u. Zuckerfabrik: Mehr als 80.000 Kubikmeter hoch-belastete Abwässer versickern pro Jahr im Grundwasser weiterlesen

Was ist Sozialdemokratische Politik FÜR Vorpommern?

Nach gut zwei Jahrzehnten SPD-Führung des Bundeslandes ist eindeutig, welche Ent_wicklung_sziele die Landes-Sozialdemokratie in Mecklenburg-Vorpommern verfolgt.

Ich spreche lieber von Ein_wicklung_szielen, denn in M-V wird Landesentwicklung nur für oder gegen oder wegen  des „Demografischen Wandels“ gemacht. Daneben gibt es nichts.

Ich lehne diese Kategorie als Rahmenparameter wegen seiner biologistischen Konnotation — Menschen werden bei staatlichen Steuerungsprozessen zunächst auf ihr Alter angeschaut, was verfassungswidrig ist — ab.

Sozialdemokratische Zukunftspolitik stand seit dem NEW-DEAL in Amerika  in einer Phase der ökonomischen Depression / Deflation schon immer auf zwei Säulen: Was ist Sozialdemokratische Politik FÜR Vorpommern? weiterlesen

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  • Landwirtschaftliche Betriebe > 200 ha nach Bundesländern 2010: http://docplayer.org/5896427-Gegenwaertige-strukturen-und-entwicklungstendenzen-in-der-brandenburger-landwirtschaft-im-laendervergleich.html

Grüne kritisieren geplanten Ausbau der Ortsdurchfahrt Liepgarten

Frau Bürgermeisterin Kaps und Aktive der BI im Gespräch mit Alexander Krüger und Waldemar Okon
Frau Bürgermeisterin Kaps und Aktive der BI im Gespräch mit Alexander Krüger und Waldemar Okon

Bündnisgrüne: Nachfragen und Beschlussinitiative in Land- und Kreistag beabsichtigt. Dorfbild-prägende Allee in Liepgarten und Ueckermünde muss erhalten bleiben.

Liepgarten/Ueckermünde.
In Liepgarten soll es zukünftig vorbei sein mit der Beschaulichkeit. Das befürchtet zumindest die Bürgerinitiative “Keine Schwertransporte durch Liepgarten”. Die Ortsdurchfahrt Liepgarten soll für Schwerlasttransporte von der Torgelower Gießerei zum Ueckermünder Hafen ausgebaut werden – so haben es zumindest die Mitglieder der Bürgerinitiative gehört. Genauere Informationen gab es dazu noch nicht – weder von Verwaltung noch Politik.

Das können die BÜNDNISGRÜNEN nicht nachvollziehen. Grüne kritisieren geplanten Ausbau der Ortsdurchfahrt Liepgarten weiterlesen

Lohn oder Landwirtschaft

Hätten Sie es gewusst?

Bruttolöhne in der Landwirtschaft und in der übrigen Wirtschaft 2010
Bruttolöhne in der Landwirtschaft und in der übrigen Wirtschaft 2010

Auf der Lohnskala befinden sich die landwirtschaftlichen Bruttoverdienste in ostdeutschen Bundesländern am untersten Ende. Sie liegen sogar noch unter denen der Niedriglohnbranche Gastgewerbe. In der ostdeutschen Landwirtschaft lagen die Bruttoverdienste 2010 bei 1772 € im Monat. Das waren 55% von dem, was in der Bundesrepublik in den anderen Wirtschaftszweigen verdient wird. Lohn oder Landwirtschaft weiterlesen

GRÜNES Fachgespräch mit Wissenschaftler_innen und Existenzgründer_innen

Moore besser schützen und nutzen

Landwirtschaftsminister Christian Meyer (dritter von links), Prof. Michael Succow (sechster von links), Dr. Fabian Czerwinski (7. von links), Dr. Stefan Fassbinder (dritter von rechts), Ulrike Berger (vierte von rechts)
Landwirtschaftsminister Christian Meyer (dritter von links), Prof. Michael Succow (sechster von links), Dr.
Fabian Czerwinski (7. von links), Dr. Stefan Fassbinder (dritter von rechts), Ulrike Berger (vierte von rechts)

Am vergangenem Freitag haben sich Mitglieder und Funktionsträger von Bündnis 90/Die
Grünen aus Vorpommern zusammen mit Christian Meyer, GRÜNER
Landwirtschaftsminister in Niedersachsen, im Greifswald Moor Centrum
(GMC) mit Experten aus dem Bereich Moorschutz und -nutzung ausgetauscht.
Ziel war es, bundeslandübergreifend die Notwendigkeiten und Chancen in diesem Feld zu erörtern und somit in beiden Bundesländern weitere Fortschritte anzustossen. „Für M-V können wir von den Erfahrungen und Konzepten der Niedersachsen lernen“, so Dr. Fabian Czerwinski, landespolitischer Sprecher der GRÜNEN für Energie und Klimaschutz. „Wenn wir die Klimaschutz-Ziele auch in Vorpommern erreichen wollen, dann müssen intensiv genutzte Moorflächen wiedervernässt oder in eine extensive Nutzung überführt werden.“ Landwirtschaftsminister Meyer ergänzte hierzu: „Nur gemeinsam mit Wissenschaft, Politik und Landwirtschaft können wir die notwendigen Schritte gehen.“

GRÜNES Fachgespräch mit Wissenschaftler_innen und Existenzgründer_innen weiterlesen

Fachgespräch zur Paludikultur mit Landwirtschaftsminister C. Meyer, Niedersachsen

More Moor?!

Das Greifswalder Moor Centrum (GMC) und der Bündnisgrünen Kreisverband von Vorpommern-Greifswald lädt ein zum Fachgespräch über:

Moore – Räume für Klima- und Naturschutz: Welche Rolle spielt Paludikultur in einer nachhaltigen Moorstrategie?

International renommiert forschen Greifswalder Wissenschaftler*innen zur nachhaltigen Nutzung, zum Erhalt und der Wiedervernässung von Moorstandorten. Junge Entrepreneure, die mit Paludikultur wirtschaftlichen Nutzen und Naturschutz verknüpfen, ergänzen diese Forschung. Wie lässt sich daraus eine nachhaltige Moorstrategie entwickeln? Welche Rolle spielt dabei der politische Rahmen? Welche Chancen ergeben sich dabei für ökologische wirtschaftende Unternehmen? Fachgespräch zur Paludikultur mit Landwirtschaftsminister C. Meyer, Niedersachsen weiterlesen

Agrarstruktueller Entwicklungsplan

Bündnisgrüne Kreismitgliederversammlung stimmt für ökologische Vergaberichtlinien kommunaler, landwirtschaftlicher Pachtflächen.

Am 18. Juli trafen sich die Mitglieder von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zur Kreismitgliederversammlung. Thema war der aktuelle Landtagswahlkampf, aber auch neue Ideen standen zur Debatte.

Dr. Torsten Wierschin, Mitglied des Vorstandes, brachte den Antrag ein, dass die Vergabe kommunaler, landwirtschaftlicher Pachtflächen bspw. der Universitäts- und Hansestadt Greifswald nur noch nach ökologischen Gesichtspunkten geschehen solle.

Die Kreismitgliederversammlung stimmte dem Antrag nach abwechslungsreicher Diskussion zu und beauftragte die Bündnisgrüne Bürgerschaftsfraktion Greifswalds einen Prioritätenkatalog zu entwickeln.

„Die städtischen Unternehmen aber auch die Natur in der Region kann von dieser Vergabe stark profitieren.“ so Wierschin.